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06.07.2021 - Wettbewerb -

Deutscher Musikinstrumentenpreis

Einleitung

Logo Musikinstrumentenpreis

Mit dem Deutschen Musikinstrumentenpreis zeichnet das Bundeministerium für Wirtschaft und Energie seit 1990 in Deutschland produzierte Musikinstrumente von höchster Qualität und mit besonderen innovativen Eigenschaften aus. Den Herstellern soll ein Anreiz zur weiteren Steigerung ihrer Innovationskraft sowie Leistungsfähigkeit und damit ihrer Wettbewerbsfähigkeit gegeben werden. Für die mittelständisch geprägte Branche ist der Preis ein wichtiger Wettbewerbsfaktor und steht für High-End-Produkte „Made in Germany“. Deutsche Musikinstrumente sind Exportschlager und werden sowohl von professionellen Musikern als auch von Laien in hohem Maße geschätzt.

Der Preis ist ein Ehrenpreis, der als Urkunde und Medaille an den Hersteller des Musikinstrumentes überreicht wird. Die Gewinner können in ihrer Werbung auf den Gewinn des Preises hinweisen.

Voraussetzungen

Teilnahme- und Wettbewerbsbedingungen

Der Wettbewerb wird jährlich für zwei Produktgruppen ausgeschrieben. Die Auswahl der Instrumente erfolgt durch das vom Bundeministerium für Wirtschaft und Energie eingesetzte Kuratorium. Dem Kuratorium gehören neben dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie das Musikinstrumenten-Museum, der Deutsche Musikrat, der Bundesverband der Deutschen Musikinstrumenten-Hersteller, Bundesinnungsverband für das Musikinstrumenten-Handwerk und die Bundesvereinigung deutscher Chor & Orchester e.V. an.
Am Wettbewerb können Hersteller teilnehmen, deren Instrumente in der Bundesrepublik Deutschland gefertigt und bereits zum Zeitpunkt der Anmeldung zum Wettbewerb im Handel oder Direktverkauf angeboten werden. Einzelanfertigungen (Unikate) sind vom Wettbewerb ausgeschlossen. Die Namen der Teilnehmer unterliegen der Vertraulichkeit; nur die Preisträgerinnen und Preisträger werden öffentlich genannt. Die Beurteilung der am Wettbewerb teilnehmenden Instrumente erfolgt in einem bislang für derartige Wettbewerbe weltweit einzigartigen, dreigeteilten Verfahren im Institut für Musikinstrumentenbau:

  • Bewertung der akustischen Eigenschaften auf messtechnischer Basis (objektive Bewertung) durch das Institut für Musikinstrumentenbau (www.ifm-zwota.de/). Dazu werden die Instrumente mechanisch beziehungsweise elektrisch angeregt und verschiedene Parameter messtechnisch erfasst.
  • Bewertung der Instrumente durch fünf hochrangige Instrumentalsolisten (-solistinnen) anhand eines durch einen Fragebogen gestützten Spieltests (subjektive Bewertung) ohne Kenntnis des Fabrikates und ohne das äußere Erscheinungsbild erkennen zu können.
  • Bewertung der fertigungstechnischen Qualitäten durch einen unabhängigen Sachverständigen

Aus allen Beurteilungen ermittelt ein Preisrichterausschuss mit unabhängigen und fachkundigen Persönlichkeiten das Gesamturteil mit entsprechender Gewichtung der drei Einzelbewertungen. Die Beratungen dieses Ausschusses sind vertraulich. Die Gesamtbeurteilung ihres Instruments erhalten die Teilnehmenden vom Institut für Musikinstrumentenbau.

Preisträger

Die Preisträger des Jahres 2021

Tenorposaune mit Quartventil (gleichwertig)

KARL SCHERZER - Blechbläserwerkstatt
Altendettelsau 6a
91580 Petersaurach

Instrument: Quart-Posaune KARL SCHERZER "open flow"

Kühnl & Hoyer GmbH
Neue Str. 27
91459 Markt Erlbach

Instrument: B/F Tenorposaune "Bolero" mit "open flow"-Ventil.

E-Gitarre (Spezifikation: Solidbody, eigenes Modell; Ausstattung: zwei Humbucker, passive Elektronik)

Zeal Guitars - Gitarrenbau
Bastian Kanbach und Oliver Reich GbR
Opelstraße 44
67661 Kaiserslautern

Instrument: Hydra Marble.

MDR Beitrag zum Deutschen Musikinstrumentenpreis 2021


Frühere Preisträger: