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Wettbewerb -

Deutscher Musikinstrumentenpreis

Einleitung

Musikinstrumente zum Musikinstrumentenpreis; Quelle: istockphoto.com/kkgas

© istockphoto.com/kkgas

Der Wettbewerb wurde ins Leben gerufen, um auf besonders gute Produkte in der Musikinstrumentenbranche aufmerksam zu machen.

Zur Förderung deutscher Musikinstrumente hat das Bundeswirtschaftsministerium 1990 den Deutschen Musikinstrumentenpreis (DMIP) gestiftet und mit Erlassen vom 27.07.1998, 15.09.2006 und 30.03.2015 fortgeführt. Mit dem DMIP werden besonders gute Produkte aus dem Musikinstrumentenbau ausgezeichnet. Der Preis wird jährlich auf der Frankfurter Musikmesse verliehen.

Den Herstellern soll ein Anreiz zur weiteren Steigerung der Leistungsfähigkeit und damit ihrer Wettbewerbsfähigkeit gegeben werden. Der Preis ist ein Ehrenpreis, der als Urkunde und Medaille an den Hersteller des Musikinstrumentes überreicht wird. Außerdem werden die ausgezeichneten Instrumente auf der Frankfurter Musikmesse präsentiert und für die Zeit der Messe ausgestellt. Die Gewinner können in ihrer Werbung auf den Gewinn des Preises hinweisen.

Der Wettbewerb wird jährlich für zwei Produktgruppen ausgeschrieben. Die Auswahl der Instrumente erfolgt durch das vom Stifter eingesetzte Kuratorium. Dem Kuratorium gehören das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, der Deutsche Musikrat, die Messe Frankfurt GmbH, der Bundesverband der Deutschen Musikinstrumenten-Hersteller, Bundesinnungsverband für das Musikinstrumenten-Handwerk und die Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände an.

Am Wettbewerb können Hersteller teilnehmen, deren Instrumente in der Bundesrepublik Deutschland gefertigt und bereits zum Zeitpunkt der Anmeldung zum Wettbewerb im Handel oder Direktverkauf angeboten werden. Einzelanfertigungen (Unikate) sind vom Wettbewerb ausgeschlossen. Die Namen der Teilnehmer unterliegen der Vertraulichkeit; nur die Preisträgerinnen und Preisträger werden öffentlich genannt.

Die Beurteilung der am Wettbewerb teilnehmenden Instrumente erfolgt in einem bislang für derartige Wettbewerbe weltweit einzigartigen, dreigeteilten Verfahren im Institut für Musikinstrumentenbau:

  • Bewertung der akustischen Eigenschaften auf messtechnischer Basis (objektive Bewertung) durch das Institut für Musikinstrumentenbau (www.ifm-zwota.de/). . Dazu werden die Instrumente mechanisch beziehungsweise elektrisch angeregt und verschiedene Parameter messtechnisch erfasst.
  • Bewertung der Instrumente durch fünf hochrangige Instrumentalsolisten (-solistinnen) anhand eines durch einen Fragebogen gestützten Spieltests (subjektive Bewertung) ohne Kenntnis des Fabrikates und ohne das äußere Erscheinungsbild erkennen zu können.
  • Bewertung der handwerklichen Qualitäten durch einen unabhängigen Sachverständigen

Aus allen Beurteilungen ermittelt ein Preisrichterausschuss mit unabhängigen und fachkundigen Persönlichkeiten das Gesamturteil mit entsprechender Gewichtung der drei Einzelbewertungen. Die Beratungen dieses Ausschusses sind vertraulich. Die Gesamtbeurteilung ihres Instruments erhalten die Teilnehmenden vom Institut für Musikinstrumentenbau.

Weitere Informationen finden Sie im Erlass über die Stiftung des Deutschen Musikinstrumentenpreises (PDF, 1 MB).

Weiterführende Informationen

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) verleiht den Deutschen Musikinstrumentenpreis 2019 für folgende Instrumente:

Stahlsaitengitarre (Flattop, 6 Saiten)

Ein eventuell eingebauter Tonabnehmer wird nicht in die Bewertung einbezogen.

b-Trompete (Perinet-Ventil)

Das BMWi gibt aufgrund seines Erlasses über die Stiftung des Deutschen Musikinstrumentenpreises vom 30. März 2015 (BAnz AT 10.04.2015 B1) bekannt:

Anlässlich der Frankfurter Musikmesse 2019 wird zum neunundzwanzigsten Mal der Deutsche Musikinstrumentenpreis verliehen. Er ist ein Wettbewerb, an dem alle Hersteller von Musikinstrumenten in der Bundesrepublik Deutschland teilnehmen können, deren Instrumente im Handel oder im Direktverkauf angeboten werden (keine Unikate). Der Wettbewerb wurde vom BMWi ins Leben gerufen, um auf besonders gute Produkte in der Musikinstrumentenbranche aufmerksam zu machen. Aus diesem Grunde werden Instrumente, die sich nach bestimmten Testverfahren als qualitativ hochwertig erweisen und auch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis haben, prämiert und in der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Gewinner des Wettbewerbs erhalten eine Medaille sowie eine Urkunde. Außerdem werden die ausgezeichneten Instrumente auf der Frankfurter Musikmesse präsentiert und für die Zeit der Messe ausgestellt.

Die Gewinner können in ihrer Werbung auf den Gewinn des Preises hinweisen und die prämierten Produkte, solange diese in unveränderter Form vermarktet werden, mit einem auf den Gewinn des Preises hindeutenden Kennzeichen versehen, das auch die Jahreszahl der Verleihung trägt.

Die Namen der Wettbewerbsteilnehmer unterliegen der Vertraulichkeit. Der Öffentlichkeit vorgestellt werden nur die Gewinner des Wettbewerbs. Dadurch hat jeder Hersteller die Möglichkeit, ohne geschäftliches Risiko an diesem Wettbewerb teilzunehmen.

Der Deutsche Musikinstrumentenpreis wird jedes Jahr für zwei verschiedene Produktgruppen ausgeschrieben. Für den Deutschen Musikinstrumentenpreis 2019 wurden die Instrumente

Stahlsaitengitarre (Flattop, 6 Saiten)

Ein eventuell eingebauter Tonabnehmer wird nicht in die Bewertung einbezogen.

b-Trompete (Perinet-Ventil)

aus den Produktgruppen Zupfinstrumente und Metallblasinstrumente festgelegt.

Wer am Wettbewerb um den Deutschen Musikinstrumentenpreis 2019 teilnehmen will, muss die schriftliche Anmeldung gemäß dem als Anlage beigefügten Muster bis zum 20. April 2018 an das

IfM – Institut für Musikinstrumentenbau e.V.
Zwota
Klingenthaler Straße 42
08267 Klingenthal
richten.

Jeder Hersteller kann je Produktgruppe nur ein Instrument anmelden, das innerhalb der letzten drei Jahre vor der Anmeldung in Deutschland gefertigt worden sein muss.

Die Einsendung der Instrumente muss bis zum 31. August 2018 erfolgt sein. Später eingehende Sendungen können nicht mehr berücksichtigt werden.

Um sicherzugehen, dass die Bewertungen nicht durch kleine mechanische Beschädigungen, die auf dem Transportwege entstanden sind, verfälscht werden, wird jedem Einsender die Möglichkeit eingeräumt, sein Instrument bis zum 7. September 2018 im Institut für Musikinstrumentenbau (IfM) nachzubessern

Die Beurteilung der zum Wettbewerb eingereichten Instrumente erfolgt in einem dreigeteilten Verfahren.

Es werden die akustischen bzw. elektroakustischen Eigenschaften der Instrumente auf objektive Weise im IfM gemessen. Dazu werden die Instrumente mechanisch angeregt und verschiedene Parameter messtechnisch erfasst (= objektive Bewertung).

Im Rahmen einer zweiten Prüfung werden die Instrumente von fünf namhaften Instrumentalsolisten (-solistinnen), ohne Kenntnis des Fabrikats und ohne das äußere Erscheinungsbild erkennen zu können, gespielt und individuell bewertet (= subjektive Bewertung). Aus Gründen der besseren Vergleichbarkeit kommen dafür im IfM einheitliche Test­programme zur Anwendung.

Darüber hinaus wird die Herstellungsqualität hinsichtlich verarbeitungstechnischer Aspekte, technischer sowie stilistischer Lösungen und der Materialauswahl durch eine(n) Sachverständige(n) bewertet.

Aus allen Beurteilungen wird das Gesamturteil mit entsprechender Gewichtung der drei Komplexe: objektive Bewertung, subjektive Bewertung und Bewertung der Herstellungsqualität, durch einen Preisrichterausschuss mit unabhängigen und fachkundigen Persönlichkeiten, ermittelt. Die Beratungen dieses Ausschusses sind vertraulich. Die Beurteilung seines eingereichten Instrumentes wird dem Teilnehmer am Wettbewerb in Form eines zusammengefassten Gesamtergebnisses durch das IfM mitgeteilt.

Um die Instrumente im Testverfahren sorgfältig beurteilen zu können, ist es notwendig, dass sie bis Ende 2018 dem IfM zur Verfügung stehen. Sie werden dort in einem klimatisierten, verschlossenen Raum aufbewahrt. Eine schonende Behandlung ist selbstverständlich, d. h. alle Untersuchungen werden ohne Beschädigung der Instrumente durchgeführt.

Die Transportkosten trägt der Teilnehmer, außerdem besteht keine Haftung seitens des IfM für Transport- oder Lagerschäden an den Instrumenten. Deshalb wird der Abschluss einer Instrumentenversicherung durch den Einsender empfohlen.

Weiterführende Informationen

Der Preisrichterausschuss für die Vergabe des Deutschen Musikinstrumentenpreises hat folgende Preisträger des Wettbewerbs 2018 ermittelt:

Der Deutsche Musikinstrumentenpreis 2018 für Bratsche (maximale Korpuslänge 420 mm) wird an

  • Streichinstrumentenbau Steffen Friedel
    Zschonerallee 14
    01157 Dresden

vergeben.

Der Deutsche Musikinstrumentenpreis 2018 für Oboe wird an den Hersteller

  • Gebrüder Mönnig Holzblasinstrumente GmbH
    Pestalozzistraße 19
    08258 Markneukirchen

vergeben.

Der Deutsche Musikinstrumentenpreis 2018 wurde am 13. April 2018 vom Präsidenten der Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände/Parlamentarischen Staatssekretär a. D. Ernst Burgbacher anlässlich der Internationalen Frankfurter Musikmesse verliehen. Mehr zu den Preisträgern finden Sie hier.

Preisträger des Deutschen Musikinstrumentenpreises 2018

Weiterführende Informationen

Schlaglichter der Wirtschaftspolitik

Der Preisrichterausschuss für die Vergabe des Deutschen Musikinstrumentenpreises hat folgende Preisträger des Wettbewerbs 2017 ermittelt:

Der Deutsche Musikinstrumentenpreis 2017 in der Gruppe Bassgitarre (Spezifikation: Solid Body, Ausstattung: 4 Saiter, zwei Humbucker, aktive Elektronik, bundiertes Griffbrett) wurde gleichwertig an die Hersteller

  • Marleaux BassGuitars für das Instrument: Bassgitarre Consat Custom
    Meisterwerkstatt für E-Bässe

sowie

  • Le Fay Reiner und Meik Dobbratz GbR für das Instrument: E-Bass Pulse 4
    Meisterwerkstatt für E-Bässe

vergeben.

Der Deutsche Musikinstrumentenpreis 2017 in der Gruppe Flügelhorn in B wurde an den Hersteller

  • Klaus Martens für das Instrument: Flügelhorn Martens – Modellvariante "Horaffia-AX"
    Meisterwerkstatt für Metallblasinstrumente

vergeben.

Der Deutsche Musikinstrumentenpreis 2017 wurde am 07. April 2017 anlässlich der Internationalen Frankfurter Musikmesse verliehen.

Fotoreihe zur Preisverleihung und dem Messerundgang

Der Preisrichterausschuss für die Vergabe des Deutschen Musikinstrumentenpreises hat folgende Preisträger des Wettbewerbs 2016 ermittelt:

Der Deutsche Musikinstrumentenpreis 2016 für B-Klarinette, deutsches System, wurde gleichwertig an die Hersteller

  • Harald Hüyng
    Meisterwerkstatt für Holzblasinstrumente

sowie

  • Leitner & Kraus GmbH
    Meisterwerkstätte für Klarinetten

vergeben.

Der Deutsche Musikinstrumentenpreis 2016 für Konzertgitarre wird an den Hersteller

  • Adrian Heinzelmann
    Gitarrenbau

vergeben.

Der Deutsche Musikinstrumentenpreis 2016 wurde am 08. April 2016 anlässlich der Internationalen Frankfurter Musikmesse verliehen.

Der Abteilungsleiter für Industriepolitik im BMWi, Dr. Wolfgang Scheremet, (3. v. l.) mit den Preisträgern des Deutschen Musikinstrumentenpreises 2016. Bild vergrößern

Der Abteilungsleiter für Industriepolitik im BMWi, Dr. Wolfgang Scheremet, (3. v. l.) mit den Preisträgern des Deutschen Musikinstrumentenpreises 2016.

© Messe Frankfurt Exhibition GmbH

Der Preisrichterausschuss für die Vergabe des Deutschen Musikinstrumentenpreises hat folgende Preisträger des Wettbewerbs 2015 ermittelt:

Der Deutsche Musikinstrumentenpreis 2015 für b-Trompete (Zylinderventil) wird an den Hersteller:

  • Ricco Kühn, Oederan

vergeben.

Der Deutsche Musikinstrumentenpreis 2015 für 4/4-Geige wird gleichberechtigt an die Hersteller:

  • Andreas Haensel, Kleinsendelbach
  • mezzo-forte Streichinstrumente, Werther

vergeben.

Der Deutsche Musikinstrumentenpreis 2015 wurde am 17. April 2015 im Rahmen der Internationalen Frankfurter Musikmesse überreicht.

PSt Gleicke mit den Preisträgern des Deutschen Musikinstrumentenpreises 2015 Bild vergrößern

Die Parlamentarische Staatssekretärin Iris Gleicke (2. v. r.) mit den Preisträgern des Deutschen Musikinstrumentenpreises 2015.

© Messe Frankfurt Exhibition GmbH

Anlässlich der Frankfurter Musikmesse 2014 wurde zum vierundzwanzigsten Mal der Deutsche Musikinstrumentenpreis verliehen. Der Preisrichterausschuss für die Vergabe des Deutschen Musikinstrumentenpreises hat folgende Preisträger des Wettbewerbs 2014 ermittelt:

In der Kategorie E-Gitarre (Spezifikation: Solidbody-Gitarre, eigenes Modell, Ausstattung: zwei Humbucker, passive Elektronik)

  • Frank Hartung Guitars, Langewiesen (Thüringen)

In der Kategorie Tenorposaune (ohne Quartventil)

  • Kühnl & Hoyer Musikinstrumentenfabrik GmbH, Markt Erlbach (Bayern)

Weiterführende Informationen

Anlässlich der Frankfurter Musikmesse 2013 wurde zum dreiundzwanzigsten Mal der Deutsche Musikinstrumentenpreis verliehen. Das Bundeswirtschaftsministerium verlieh den Deutschen Musikinstrumentenpreis 2013 an folgende Preisträger:

In der Kategorie Tenorhorn

  • "Tenorhorn Alexander 146 GL", Gebr. Alexander Rhein, Musikinstrumentenfabrik GmbH, Mainz (Rheinland-Pfalz)

In der Kategorie Eb-Klarinette

  • "Eb-Klarinette Modell 2000", Fa. Schwenk & Seggelke, Bamberg (Bayern)

Der Deutsche Musikinstrumentenpreis 2012 für Renaissance-Laute 8-chörig in G wurde gleichwertig an die Firmen

  • Andreas von Holst, München,
    für das Instrument: Renaissance-Laute Venere 8c;
  • Günter Mark, Bad Rodach,
    für das Instrument: Renaissance-Laute MD 600 S und
  • Dieter Schossig, Großmehring,
    für das Instrument: Renaissance-Laute nach Venere, Padua 16. Jahrhundert,

vergeben.

Der Deutsche Musikinstrumentenpreis 2012 für Cello ging ebenfalls gleichwertig an die Firmen

  • Georg Gerl, Bichl,
    für das Instrument: Cello, Modell Stradivari B-PA;
  • Robert König, Markneukirchen,
    für das Instrument: Violoncello nach Stradivari um 1700, und
  • Thomas Stöhr, Igelsdorf,
    für das Instrument: Meister-Cello T.S. Modell Stradivari.

Die Preise wurden am 23. März 2012 im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung auf der Frankfurter Musikinstrumentenmesse verliehen.

Preisträger von 2015 übergibt dem Musikinstrumenten-Museum prämierte Carbonvioline

Weiterführende Informationen