Veranstaltung - Industrie 4.0

Das BMWi auf der HANNOVER MESSE Digital Edition 2021

Einleitung

  • 12.04.2021 - 16.04.2021

Keyvisual zur Hannover Messe

© BMWi

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) präsentiert sich 2021 auf der HANNOVER MESSE Digital Edition. Die Weltleitmesse der Industrie steht unter dem Leitthema "Industrial Transformation“.

Mittelstand und Industrie sind wichtige Motoren für Wachstum und Beschäftigung in Deutschland. Die Sicherung ihrer Innovationsfähigkeit ist daher von großer Bedeutung. Das BMWi unterstützt die Innovationskraft und Forschungsumsetzung durch Technologietransfer, Initiativen, Förderprogramme und Netzwerke.

In Hochschulen, traditionsreichen Unternehmen, mittelständischen Betrieben oder Start-ups – Überall entstehen sie täglich neu: Ideen und Visionen für neue Produkte und Prozesse. Ideen mit dem Potential, die Transformation der Industrie weiter voranzutreiben. Damit diese Ideen Realität werden, sorgt BMWi für passgenaue Förder- und Beratungsangebote.

Zur HANNOVER MESSE Digital Edition 2021 werden ausgewählte Förder- und Beratungsangebote wie das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand, Make it in Germany, Mittelstand Digital, Smart Service Welten oder die Digital Hub Initiative präsentiert. Livestreams mit Programmvertretern bieten Gelegenheit, gezielt Nachfragen zu passgenauer Förderung und Beratung zu stellen: Innovation. Inspiration. Interaktion – dem Motto der virtuellen Ausgabe der Weltleitmesse der Industrie folgen auch die Angebote, mit denen das BMWi Sie vom 12.–16. April 2021 online begrüßt.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann können Sie Fachbesuchertickets hier unter Angabe des Codes R5UPC abrufen. Detaillierte Informationen zum Programm finden Sie hier (PDF, 35 KB).

Informationsangebot im Einzelnen:

Mit dem Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) fördert das BMWi marktorientierte technologische Forschungs- und Entwicklungsprojekte der innovativen mittelständischen Wirtschaft in Deutschland. Unternehmen und mit ihnen kooperierende Forschungseinrichtungen können im Rahmen dieses größten BMWi-Förderprogramms ZIM Zuschüsse für anspruchsvolle Forschungs- und Entwicklungsprojekte erhalten. Die Förderung ist in allen Technologiefeldern möglich. Ziel ist es u.a. mittelständische Unternehmen zu mehr marktorientierte Innovationen anzuregen, die Zusammenarbeit von Unternehmen und Forschungseinrichtungen zu stärken und Technologietransfer auszubauen und das Innovations-, Kooperations- und Netzwerkmanagement in mittelständischen Unternehmen zu verbessern.

Ob Gründung, Wachstum, Innovation, Energieeffizienz oder Globalisierung – mit einem umfangreichen Instrumentarium an Förderangeboten unterstützt BMWi insbesondere mittelständische Unternehmen: Zuschüsse, Bürgschaften, Beteiligungen, Förderkredite. Informieren Sie sich zu den Fördermöglichkeiten, der erfolgreichen Beantragung der Fördermittel sowie zu Fragen der Unternehmensgründung und –führung.

Die Förderberatung des Bundes ist Erstanlaufstelle für alle Fragen zur Forschungs- und Innovationsförderung. Sie informiert potentielle Antragsteller über die Forschungsstruktur des Bundes, die Förderprogramme und deren Ansprechpartner sowie über aktuelle Förderschwerpunkte und -initiativen. Forschende Unternehmen können sich insbesondere an den Lotsendienst für Unternehmen bei der Förderberatung des Bundes wenden.

a) Lithium-Batterien sind eine Schlüsseltechnologie für die Elektromobilität. Doch mit diesem Batterietyp sind auch Risiken verbunden – insbesondere wenn es darum geht, beschädigte und defekte Batterien zu transportieren. Die Bundesanstalt und Materialforschung und -prüfung (BAM) forscht zur sicheren Verwendung von Lithium-Batterien und legt die Transportbedingungen für defekte und beschädigte Lithium-Batterien fest.

b) Umfassende Informations- und Beratungsleistungen der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) bei der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) für die deutsche Wirtschaft im Bereich des Monitorings von Batterierohstoffen.

c) Zuverlässige und vertrauensvolle Messungen sind auch bei der E-Mobilität unabdingbar, etwa für den direkten Verbraucherschutz, aber auch, um bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern Vertrauen in die Technologie des neuen Kraftstoffs "Strom" und in die Fairness bei seinem Verkauf an der Ladesäule zu schaffen. Die Physikalisch Technische Bundesanstalt (PTB) prüft deshalb auf Antrag der Ladesäulenhersteller deren Produkte und bescheinigt ggf. ihre Konformität mit den eichrechtlichen Vorschriften. Durch diese vertrauensbildende Maßnahme leistet die PTB einen Beitrag zum Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge und erweist sich mit ihrer Arbeit auf diesem Gebiet auch als Vorbild für andere europäische Länder.

Im Förderschwerpunkt „Mittelstand-Digital“ werden vorrangig KMU dabei unterstützt, die Chancen der Digitalisierung zu erkennen und zu nutzen. Es werden technisch exzellente, wirtschaftliche und gut nachahmbare (Pilot-)Lösungen entwickelt. Transferpartner/innen und Multiplikatoren helfen, diese Lösungen in die Breite des Mittelstands zu tragen. Finanziert werden Maßnahmen der Sensibilisierung und des Know-how-Transfers für die Digitalisierung von Produktions- und Geschäftsprozessen bzw. Wertschöpfungsketten. Die Einführung von eBusiness und Entwicklung neuer Geschäftsmodelle wird unterstützt. Die Maßnahmen zielen darauf ab, insbesondere KMU und Handwerk bei der digitalen Transformation zu unterstützen.

Die BMWi-Initiative Leichtbau

Mit der Initiative Leichtbau und deren diversen Gremien und Vernetzungs-Tools haben Unternehmerinnen und Unternehmer bundesweit einen zentralen Ansprechpartner für alle relevanten Fragen. Gezielte Fördermaßnahmen und das Forum Leichtbau (Runder Tisch) runden das Angebot ab. 690 Organisationen, Firmen und Verbände aus 8 Ländern sind im interaktiven LEICHTBAUATLAS des BMWi eingetragen und vernetzt.

Das Technologietransfer-Programm Leichtbau des BMWi

Das Technologietransfer-Programm Leichtbau (TTP LB) fördert den branchen- und materialübergreifenden Wissens- und Technologietransfer im Leichtbau, insbesondere in marktnahen Industriebereichen. Das TTP LB sieht fünf Förderlinien vor, die unter anderem Schwerpunkte auf Technologieentwicklung, CO2-Einsparung und Ressourceneffizienz setzen. Damit wird ein wichtiger Beitrag geleistet, den Industriestandort Deutschland, die Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze zu sichern, die Innovationskultur auszubauen sowie Umwelt- und Klimaschutz zu befördern.

Die Leichtbaustrategie

Die im Januar 2021 veröffentliche Leichtbaustrategie des BMWi soll einen Beitrag zur Fortentwicklung der Rahmenbedingungen des Leichtbaustandortes Deutschland leisten und dabei unterstützen, den Leichtbau in die breite industrielle Anwendung zu bringen.

Ziel der BMWi-Reallabore-Strategie ist es, Reallabore als Testräume für Innovation und Regulierung zu stärken. Dazu verfolgt die Reallabore-Strategie drei Ziele.

1) Rechtliche Grundlage für Reallabore verbessern (für Hannover-Messe weniger relevant).
2) Information und Vernetzung der Reallabore in Deutschland u.a. durch das Handbuch Reallabore, das Netzwerk Reallabore und verschiedene Veranstaltungen und Workshops.
3) Begleitung und Unterstützung von Reallaboren, insbesondere durch den Innovationspreis Reallabore, mit dem im Mai 2020 neun herausragende Reallabore ausgezeichnet wurden.

Das mehrsprachige Portal (Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch) informiert ausländische Fachkräfte, die Interesse an einer Einwanderung nach Deutschland haben, sowie Unternehmen in Deutschland, die ausländische Fachkräfte rekrutieren wollen. Das Portal bündelt alle Informationen zu Einreise, Visumsverfahren, Jobsuche, Existenzgründung, Ausbildung und Alltag in Deutschland. Die Hotline und der Chat bieten zudem eine persönliche Beratung. Darüber hinaus organisiert das Team von "make it in Germany" regelmäßig Webinare zu Themen rund um die Einwanderung für ausländische Fachkräfte und Unternehmen.

Immer mehr Unternehmen haben Probleme, gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden. Vor allem kleine Betriebe sind betroffen. Es ist entscheidend, aktiv gegenzusteuern, um mit einer starken Fachkräftebasis auch die zukünftigen Anforderungen stemmen zu können. Daher fördert das BMWi das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung, das kleine und mittlere Unternehmen dabei unterstützt, Fachkräfte zu finden, zu binden und zu qualifizieren.

Die Digital Hub Initiative soll zur Transformation Deutschlands zum weltweit führenden Digitalstandort beitragen. Hierfür fördert die Initiative den Aufbau und die Vernetzung zwölf Digitaler Hubs mit spezifischen Themenschwerpunkten. Unter der gemeinsamen Dachmarke „de:hub“ entsteht durch die enge Kooperation zwischen Start-ups, etablierter Wirtschaft, Forschungseinrichtungen und Experten ein einzigartiges, innovatives Netzwerk. Um Gründerinnen und Gründer und Investoren aus dem Ausland für den Digitalstandort Deutschland zu gewinnen, werden in den zwölf Hubs konkrete Programme für die Herausforderungen der Digitalisierung entwickelt.

Wir haben in Deutschland die Player, um uns an die Spitze einer europäischen Qualitätsoffensive für die digitale Welt zu setzen. Metrologie, Normung/Standardisierung, Akkreditierung, Konformitätsbewertung und Marktüberwachung sind die fünf Pfeiler von Qualität und Qualitätssicherung, in denen Deutschland weltweit Anerkennung genießt. Auf diese solide und bewährte Qualitätsinfrastruktur können wir aufbauen und sie im engen Schulterschluss zur dringend benötigten „Qualitätsinfrastruktur Digital“ (QI-Digital) ausbauen – dem neuen Benchmark für digitale Qualität.

Durch die digitale Transformation verändern sich Produkte sowie Produktions- und Wirtschaftsprozesse massiv und mit steigender Geschwindigkeit: neue, komplexe Produkte, sich dynamisch ändernde Produkt- und Umweltzustände und damit einhergehende neue Anforderungen stellen das etablierte System QI vor neue Herausforderungen. Gleichzeitig bieten diese Veränderungen eine einmalige Chance, eine moderne, digitale QI für Deutschland und Europa zu schaffen. Dafür starten wir mit einer Initiative in Deutschland und ganz konkreten Pilotprojekten und schaffen so die Basis für einen europäischen Ansatz im Sinne der EU-Digitalisierungsstrategie.

Was heute schon auf Fachbereichsebene gelingt, nämlich der intensive Austausch zu drängenden Sachverhalten, braucht einen übergeordneten Rahmen. Strategisch, konzeptionell und mit klaren Zielen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt das Vorhaben „QI-Digital“ daher als wesentlichen Beitrag für den Erfolg von innovativen Technologien, Produkten und Prozessen zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland. In dem langfristig angelegten Kooperationsvorhaben „QI-Digital“ entwickeln die wesentlichen Akteure der nationalen Qualitätsinfrastruktur (BAM, DAkkS, DIN, DKE und PTB) eine QI, die dem digitalen Zeitalter gerecht wird und internationale Maßstäbe für die Qualitätssicherung im 21. Jahrhundert setzt.

Mit EXIST - Existenzgründungen aus der Wissenschaft“ fördert das BMWi Maßnahmen zur Verankerung einer Kultur der unternehmerischen Selbständigkeit und zur Stärkung des Unternehmergeistes an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Studierende, Absolventen/innen und Wissenschaftler/innen sollen für Gründungen sensibilisiert, motiviert und qualifiziert werden. Das EXIST-Programm setzt in der Vorgründungsphase von Unternehmensgründungen und umfasst drei Förderprogrammlinien: EXIST-Gründungskultur (inkl. Fördermaßnahme EXIST-Potentiale) , EXIST-Forschungstransfer und EXIST-Gründerstipendium.

Mit diesen branchen- und themenoffenen Programmen fördert das BMWi anwendungsorientierte Projekte von Forschungseinrichtungen und -vereinigungen im Interesse von KMU’s. Die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) erleichtert KMU den Zugang zu praxisorientierter Forschung. Sie können Projektideen einreichen und begleiten und steuern die Forschungsprojekte mit.

Das Programm Innovationskompetenz (INNO-KOM) fördert innovative, technisch risikobehaftete Forschungsvorhaben gemeinnütziger externer Forschungseinrichtungen in strukturschwachen Regionen. Förderfähig sind marktorientierte FuE-Projekte, Vorlaufforschung und investive Vorhaben für eine bessere wissenschaftlich-technische Infrastruktur.

Die mit den Projekten erzielten Forschungsergebnisse können die KMU für neue Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen nutzen.

Die BMWi-Initiative „IT-Sicherheit in der Wirtschaft“ unterstützt Unternehmen darin, ihre IT-Sicherheit zu verbessern. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen werden für das Thema sensibilisiert. Sie zielt darauf ab, KMU durch konkrete Hilfsangebote bei der Erhöhung ihres IT-Sicherheitsniveaus zu unterstützen. Die Initiative fördert daher die Einrichtung und den Betrieb einer bundesweit einmaligen Transferstelle „IT-Sicherheit im Mittelstand - TISiM“ und Einzel- oder Verbundprojekte, die konkrete Unterstützungs-, Sensibilisierungs- und Qualifikationsangebote für KMU erarbeiten. TISiM ist im Januar 2020 gestartet und wird sukzessive die vielen existierenden Angebote zu Information und Weiterbildung bei IT-Sicherheit zielgruppengerecht aufbereiten, sie in ein allgemeinverständliches, bedarfsgerechtes Angebot überführen und den Transfer der Projektergebnisse sicherzustellen.

Das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA) ist das Kompetenzzentrum für alle gewerblichen Schutzrechte des geistigen Eigentums – für Patente, Gebrauchsmuster, Marken und Designs und steht damit für die Zukunft des Erfinderlandes Deutschland in einer globalisierten Wirtschaft. Angesichts der wachsenden Bedeutung des Gemeinsamen Marktes in der Europäischen Union sowie des wachsenden Handels mit Staaten außerhalb der EU gewinnt auch die Kooperation auf europäischer und internationaler Ebene für das DPMA an Bedeutung.

Weitere Informationen zur HANNOVER MESSE Digital Edition finden Sie unter www.hannovermesse.de.

Termin
12.04.2021 -16.04.2021

Weiterführende Informationen

Fotoreihe / © BMWi/Anja Blumentritt