Artikel - Schlüsseltechnologien

Fahrzeug- und Systemtechnologien

Einleitung

Innovationen sind ein zentraler Erfolgsfaktor im internationalen Wettbewerb. Für die Fahrzeugindustrie gilt dies in besonderem Maße. Aktuelle Entwicklungen wie der digitale Wandel und die Notwendigkeit zu mehr Energieeffizienz und Klimaschutz erfordern hier weiter massive Anstrengungen, um Fahrzeuge, Verkehr und Mobilität fit für die Zukunft zu machen.

Grafik zu Fahrzeugtechnologie steht für Fahrzeug- und Systemtechnologien

© Adobe Stock/3ddock

Mit dem Fachprogramm „Neue Fahrzeug- und Systemtechnologien“ stärkt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Fahrzeugindustrie. In zahlreichen, thematisch breit gefächerten Projekten entwickeln Hersteller, Zulieferer, IT-Unternehmen und Forschungseinrichtungen neue Technologien mit hohem Anwendungsbezug. Eine Konstellation, die substanzielle Fortschritte beim automatisierten, vernetzten, energieeffizienten und zugleich emissionsarmen Fahren auf Straße und Schiene hervorbringt. Die vorwettbewerbliche Zusammenarbeit schafft die Grundlage für die künftige Anwendung der Technologien in Produkten und Prozessen der Fahrzeugbranche.

Skizzenstichtag zum 30. September 2020: Neue Fahrzeug- und Systemtechnologien

Im Rahmen des Fachprogramms „Neue Fahrzeug- und Systemtechnologien“ können bis zum 30. September 2020 neue Skizzen eingereicht werden.

Die Einreichung von Projektskizzen erfolgt über das Portal „easy-Online - Elektronisches Formularsystem für Anträge, Angebote und Skizzen“. Dort sind die Grunddaten des Vorhabens einzutragen und die Projektskizze (als PDF-Datei) hochzuladen. Die Projektskizze sowie das Projektblatt zur Skizze sind zudem auch postalisch in unterschriebener Form beim Projektträger einzureichen.

Detaillierte Informationen sind dem Leitfaden zur Einreichung von Projektskizzen und -anträgen (PDF, 1 MB) zu entnehmen.

Die aktuelle konsolidierte Fassung der Förderrichtlinie finden Sie hier (PDF, 115 KB).


Fachtagung "Forschung und Technologie für autonomes Fahren"

Die drei Bundesressorts BMWi, BMBF und BMVI richteten im Rahmen des Aktionsplans „Forschung für Autonomes Fahren“ am 05. und 06. Dezember 2019 die Fachtagung aus.

Zu den Themen Akzeptanz, Absicherung, Daten und Künstliche Intelligenz wurden bei der zweitägigen Veranstaltung im Harnack-Haus der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin-Dahlem die aktuellen Ergebnisse der Forschung und Entwicklung im Bereich des autonomen Fahrens präsentiert. Die rund 250 Teilnehmer aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik bekamen über abwechslungsreiche Impulsvorträge die aktuellen Entwicklungen, aussichtsreiche Neuerungen und spannende Zukunftsfragen im Themenfeld präsentiert. Ihre eigenen Erfahrungen konnten die Teilnehmer während der interaktiv gestalteten Fachsessions mit einbringen.

Fachtagung "Forschung und Technologie für autonomes Fahren"

© BMWi/BIILDKRAFTWERK

Weiterführende Informationen

Das Förderprogramm

Seit 2015 werden durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen des Fachprogramms „Neue Fahrzeug- und Systemtechnologien“ (PDF, 1 MB) Forschungs- und Entwicklungsprojekte in den folgenden Bereichen gefördert:

  • Automatisiertes Fahren
  • Innovative Fahrzeuge

Innerhalb des Programms sollen sowohl technologische Lösungsansätze für das Fahrzeug selbst, als auch solche für das Fahrzeug als Bestandteil vernetzter Systeme erarbeitet werden.

Das Programm bildet den Handlungsrahmen für die Förderung von Technologien in diesen Bereichen. Dabei werden vor allem die folgenden Ziele verfolgt:

  • Stärkung der Innovationskraft und Zukunftsfähigkeit der deutschen Industrie unter besonderer Berücksichtigung kleiner und mittelständischer Unternehmen
  • Entwicklung neuer Technologien bis hin zum Nachweis der Einsatzfähigkeit (prototypische Erprobung)

Mit Änderungsbekanntmachung vom 19. November 2018 (PDF, 58 KB) wurde die Förderrichtlinie (PDF, 56 KB) um vier Jahre, bis zum 31. Dezember 2022, verlängert.

Zur gezielten Schwerpunktsetzung werden im Rahmen des Programms regelmäßig Förderaufrufe /-bekanntmachungen veröffentlicht. Die dort veröffentlichten Festlegungen sind jeweils bindend.

Elektronische Systeme übernehmen vermehrt die Regelung von Personen- und Nutzfahrzeugen. Darauf basierende Fahrerassistenzsysteme ermöglichen bereits heute eine Übernahme ausgewählter Fahraufgaben (teilautomatisiert) und erleichtern so das Führen von Fahrzeugen. Mit der weiter zunehmenden Automatisierung soll letztlich eine komplette Übernahme aller Fahraufgaben durch das Fahrzeug erreicht werden.

Im Rahmen des Fachprogramms „Neue Fahrzeug- und Systemtechnologien“ werden insbesondere die folgenden sieben Themenfelder verfolgt:

  • Innovative Sensorik und Aktoriksysteme
  • Hochgenaue Lokalisation
  • Schnelle, sichere und zuverlässige Kooperation durch Kommunikation
  • Neuartige Verfahren zur Datenfusion und -verarbeitung
  • Mensch-Maschine-Interaktion
  • Angepasste Testverfahren und Validierung
  • Spezifische Lösungen für automatisierte Fahrfunktionen im Elektrofahrzeug

Für detaillierte Informationen wird auf die Ausführungen im Fachprogramm (PDF, 1 MB) verwiesen.

Mit der Entwicklung innovativer Fahrzeugtechnologien können im Straßen- und Schienenverkehr Einsparungen bei Energieverbrauch und Emissionen erzielt werden. Dies trifft sowohl auf den Personen- als auch auf den Güterverkehr zu. Von zunehmender Bedeutung ist in diesem Zusammenhang die Erhebung, Speicherung und Nutzung der im Fahrzeugbetrieb anfallenden Daten, zum BMWi für die Auslegung der Betriebs- und Fahrstrategie, Wartung und Instandhaltung oder die Interaktion der Fahrzeuge im Verkehr.

Im Rahmen des Fachprogramms „Neue Fahrzeug- und Systemtechnologien“ werden insbesondere die folgenden Themenfelder verfolgt:

  • Effizienzsteigerung durch Leichtbau
  • Optimierte aerodynamische Eigenschaften
  • Reduzierte Reibungswiderstände im kompletten Antriebsstrang
  • Innovative Antriebstechnik

Für detaillierte Informationen wird auf die Ausführungen im Fachprogramm (PDF, 1 MB) verwiesen.

Für die Abwicklung der Projektförderung im Rahmen des Programms hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie den Projektträger TÜV Rheinland Consulting GmbH beauftragt. Der Projektträger unterstützt in allen Phasen des Forschungsprojektes – von der Skizzeneinreichung bis zur Abschlussdokumentation – als Ansprechpartner, zum Beispiel für die folgenden Aspekte:

  • Hinweise zur Erstellung von Projektskizzen, in denen die Projektidee kurz und prägnant darzustellen ist
  • Unterstützung bei der Erstellung der Vorhabenbeschreibung des jeweiligen Forschungskonsortiums und bei der individuellen Antragstellung
  • Begleitung während der Projektlaufzeit
  • Beratung bezüglich Schlussbericht- und Verwendungsnachweiserstellung

Die Antragstellung erfolgt in einem zweistufigen Verfahren. Nach Vorlage der Projektskizzen, kann im Falle einer positiven Bewertung ein Antrag auf Gewährung einer Zuwendung gestellt werden.

Auf folgende Punkte wird ausdrücklich hingewiesen:

  • Antragsberechtigt sind insbesondere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit Betriebsstätte in Deutschland.
  • Bei den zu fördernden Vorhaben muss es sich um Verbundvorhaben handeln, an denen mindestens zwei Partner beteiligt sind.
  • Es wird eine Beteiligung von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) an den gesamten Fördermitteln eines Verbundes von mindestens 30 Prozent angestrebt.
  • Ferner sind wissenschaftliche Einrichtungen (Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen) und Gebietskörperschaften antragsberechtigt.
  • Einrichtungen, die jeweils vom Bund oder den Ländern oder von diesen gemeinsam grundfinanziert werden, können nur unter bestimmten Voraussetzungen eine Projektförderung für ihren zusätzlichen Aufwand erhalten.

Detaillierte Informationen zum Förderverfahren sind dem Leitfaden zur Einreichung von Projektskizzen und -anträgen (PDF, 1 MB) zu entnehmen. Deren Beachtung hilft Ihnen und uns, während aller Phasen des Antragverfahrens einen schnellen und reibungslosen Ablauf zu ermöglichen.

Zusätzlich bietet Ihnen das Förderportal des Bundes einen Zugang zu ausgewählten Themen im Bereich der Projektförderung. Sie finden hier zum Beispiel Informationen zu Förderangeboten, Datenbanken mit aktuellen Forschungsvorhaben, Zugang zu Formularen und mehr.

Projektskizze

Die Einreichung von Projektskizzen erfolgt über das Portal „easy-Online - Elektronisches Formularsystem für Anträge, Angebote und Skizzen“. Dort sind die Grunddaten des Vorhabens einzutragen und die Projektskizze (als PDF-Datei) hochzuladen. Die Projektskizze sowie das Projektblatt zur Skizze sind zudem auch postalisch in unterschriebener Form beim Projektträger einzureichen. Die Bewertung der vorliegenden Ideen erfolgt jeweils zum Stichtag 31. März beziehungsweise 30. September im wettbewerblichen Verfahren.

Detaillierte Informationen sind dem Leitfaden zur Einreichung von Projektskizzen und -anträgen (PDF, 1 MB) zu entnehmen.

Mustervorlagen

Weiterführende Informationen