Artikel - Energieeffizienz

Energieeffizienz von Produkten

Einleitung

Kinder malen Energieeffizienzlabel symbolisiert Energieeffizienz von Heizgeräten; Quelle: gettyimages/Severin Schweiger

© gettyimages/Severin Schweiger

Die umweltgerechte Gestaltung von Produkten (Ökodesign) realisiert im Geräte- und Produktbereich Einsparpotenziale bei Energie- und Ressourcenverbrauch und stärkt den Markt für effiziente und umweltfreundliche Produkte. Damit leistet Ökodesign einen wichtigen Beitrag zum Erreichen der europäischen Klimaschutzziele und setzt gleichzeitig Impulse für innovative zukunftsfähige Technologien. Außerdem können Verbraucherinnen und Verbraucher durch effizientere Produkte Energie und Geld sparen und Unternehmen durch den effizienten Einsatz von Energie und Ressourcen kostengünstiger produzieren.

Der Großteil der von Produkten ausgehenden Umweltwirkungen wird bereits durch die Produktgestaltung vorherbestimmt. Hier setzt die Europäische Kommission an und legt unter Beteiligung der Mitgliedstaaten auf Basis der EU-Ökodesign-Richtlinie (PDF, 1 MB) in produktspezifischen Durchführungsverordnungen verbindliche Mindestanforderungen an das umweltgerechte Design einzelner Produktgruppen fest. Derzeit sind für 29 Produktgruppen solche Verordnungen in Kraft. Allein durch die im Jahr 2019 verabschiedeten neuen Ökodesign- und Energielabel-Maßnahmen können bis 2030 europaweit jährlich zusätzlich 167 Terawattstunden an Energie eingespart werden.

Die Bundesregierung (federführend das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie) beteiligt sich intensiv am Verfahren zum Erlass der Durchführungsverordnungen und setzt dabei auf eine enge Abstimmung mit Industrie-, Umwelt- und Verbraucherverbänden sowie den Bundesländern.

Die Überprüfung der Ökodesign-Konformität von Produkten obliegt in Deutschland den Marktüberwachungsbehörden der Bundesländer. Die notwendigen Befugnisse sind durch das Energieverbrauchsrelevante-Produkte-Gesetz (EVPG) und die EVPG-Verordnung geregelt. Diese Rechtsvorschriften setzen die Ökodesign-Richtlinie in deutsches Recht um.

Mehr Informationen zum Ökodesign finden Sie hier.

Das EU-ENERGY STAR®-Programm ist ein freiwilliges Kennzeichnungssystem für Bürogeräte, mit dem Hersteller energieeffiziente Geräte kennzeichnen können. Die ENERGY STAR-Marke, deren Inhaber die US Environment Protection Agency (EPA) ist, wird in der Europäischen Union (EU) seit 2001 zur Kennzeichnung energieeffizienter Bürogeräte genutzt. Die Nutzung in Europa beruht auf einem Abkommen zwischen der EU und den Vereinigten Staaten von Amerika aus dem Jahr 2001, das in den Jahren 2006 und 2013 um jeweils fünf weitere Jahre verlängert wurde.

Das Logo des ENERGY STAR darf bei Bürogeräten verwendet werden, die die festgelegten Spezifikationen erfüllen. Diese werden regelmäßig nach drei bis vier Jahren angepasst. Folgende Gerätetypen sind beispielsweise in Europa erfasst: Computer (Notebooks und Arbeitsplatzrechner etc.), Elektronische Displays (Computerbildschirme, Monitore mit TV-Tuner und Digitale Bilderrahmen) sowie so genannte Bildgebende Geräte (Kopierer, Drucker, Digitalvervielfältiger, Faxgeräte, Frankiermaschinen, Multifunktionsgeräte und Scanner).

Zentrales Instrument des EU-ENERGY STAR-Programms ist die Gerätedatenbank, in die Hersteller Geräte eintragen können, wenn sie die Spezifikationen erfüllen. Die Einhaltung der Anforderungen des ENERGY STAR wird von der EU-Kommission überwacht. Bei der Verwaltung, Überwachung und Weiterentwicklung des Programms wird die EU-Kommission vom ENERGY STAR-Beirat der Europäischen Union (EUESB) unterstützt.

In Deutschland legen Bundesministerien, nachgeordnete Bundesbehörden sowie der Bundesrechnungshof bei öffentlichen Beschaffungsaufträgen, deren Wert die EU-Schwellenwerte erreicht oder übersteigt, Stromsparanforderungen fest, die mindestens den Anforderungen des ENERGY STAR entsprechen. So geht die öffentliche Hand bei der Beschaffung von Bürogeräten mit gutem Beispiel in Sachen Energieeffizienz voran.

Weitere Informationen zum Programm ENERGY STAR, unter anderem auch für öffentliche Einrichtungen, können im Internet unter www.eu-energystar.org auf einer von der Europäischen Kommission eingerichteten Website abgerufen werden. Unternehmen finden dort die notwendigen Informationen, wie sie ihre Produkte in die EU-Datenbank einstellen können.

Der EU ENERGY STAR soll künftig in die Nationale Top-Runner-Initiative integriert werden.

Pressemitteilungen

  • 28.07.2017 - Pressemitteilung - Energieeffizienz

    Staatssekretär Baake: „Neues Energielabel mit klarer A bis G-Skala wichtiges Informationsinstrument für Verbraucher“

    Öffnet Einzelsicht

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