Artikel - Wirtschaftsbranchen

Gesundheitswirtschaft

Einleitung

Stetoskop zum Branchenfokus Gesundheitswirtschaft; Quelle: Colourbox.de

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Das Thema Gesundheit durchdringt alle Lebensbereiche. Gesundheit ist längst ein "Megatrend". Die Gesundheitswirtschaft gehört zu den größten Branchen der deutschen Wirtschaft. Sie ist durch ihre Innovationskraft und ihre Beschäftigungsintensität ein Wachstums- und Beschäftigungstreiber. Die Entwicklung der Branche verläuft zudem stetiger als die der Gesamtwirtschaft. Schwankungen der gesamtwirtschaftlichen Aktivitäten werden dadurch gedämpft.

Auch aus diesen Gründen ist die Gesundheitswirtschaft von besonderer Bedeutung für die Arbeit des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). Das Hauptaugenmerk des BMWi konzentriert sich dabei auf folgende Aspekte:

Gesundheitswirtschaftliche Gesamtrechnung

Um den Beitrag der Gesundheitswirtschaft für die Wertschöpfung und das Beschäftigungswachstum in Deutschland zu bemessen, lässt das BMWi seit mehreren Jahren regelmäßig ökonomische Studien zur Gesundheitswirtschaft durchführen. Das Herzstück dieser Analysen ist die Gesundheitswirtschaftliche Gesamtrechnung (GGR). Die GGR erlaubt es, die Gesundheitswirtschaft als Querschnittsbranche aus der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung herauszulösen und differenziert zu betrachten. Sie erfasst alle Waren und Dienstleistungen mit Gesundheitsbezug, die in Deutschland erbracht werden, und geht damit über den Fokus der Gesundheitsausgabenrechnung hinaus.

Die derzeit aktuellste und erweiterte Auswertung der GGR, "Gesundheitswirtschaft Fakten & Zahlen", erfasst die Daten der Gesundheitswirtschaft bis 2018. Des Weiteren ist eine gesonderte Auswertung für die Bundesländer vorgenommen worden. Die Länderergebnisse der GGR werden in einer separaten Broschüre dargestellt. Sonderthema für 2019 ist die Industrielle Gesundheitswirtschaft. Als Erläuterung der Methodik der GGR ist ein „Handbuch“ zur GGR entwickelt worden.

Die GGR zeigt auf, wie viel Beschäftigung und Wertschöpfung die Gesundheitswirtschaft schafft und wie sich diese über den Zeitverlauf entwickelt. Die aktualisierten Zahlen für das Beobachtungsjahr 2018 zeigen erneut, dass die Gesundheitswirtschaft auch im neu untersuchten Zeitraum Motor für Wachstum und Beschäftigung in Deutschland ist.

Im Jahr 2018 betrug die Bruttowertschöpfung der Gesundheitswirtschaft 369,8 Milliarden Euro. Das entspricht rund 12 Prozent der Bruttowertschöpfung in Deutschland. 2018 waren ca. 7,6 Millionen Erwerbstätige in der Gesundheitswirtschaft beschäftigt, das sind 17 Prozent aller Erwerbstätigen in Deutschland. Seit 2007 ist die Zahl der Erwerbstätigen in der Gesundheitswirtschaft um 1,6 Millionen gestiegen.

Die aktuellen Ergebnisse der Gesundheitswirtschaftlichen Gesamtrechnung zeigen, dass die Bruttowertschöpfung der Gesundheitswirtschaft in den letzten 10 Jahren stabil gewachsen ist, deutlich stärker als die der Gesamtwirtschaft. Im Durchschnitt wuchs sie um 4,1 Prozent pro Jahr, die Gesamtwirtschaft um 2,8 Prozent.

Die wirtschaftliche Aktivität der Gesundheitswirtschaft sorgt für positive Ausstrahleffekte in der deutschen Gesamtwirtschaft. Durch die Verflechtung mit Akteuren aus anderen Wirtschaftsbereichen entstehen (durch indirekte und induzierte Effekte) gesamtwirtschaftliche Bruttowertschöpfungseffekte von rund 298,2 Milliarden Euro. Vereinfacht gesprochen: Mit jedem Euro Bruttowertschöpfung in der Gesundheitswirtschaft gehen 0,81 Euro zusätzliche Bruttowertschöpfung in der Gesamtwirtschaft einher. Zudem sind mit der wirtschaftlichen Aktivität eines Erwerbstätigen in der Branche 0,59 zusätzliche Erwerbstätige in der Gesamtwirtschaft verbunden.

Fachkräfte

Qualifizierte Fachkräfte sichern Innovationen und Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und Beschäftigung. Bedingt durch die demografische Entwicklung wird die Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen und Gütern in den nächsten Jahren weiter steigen.

Vor allem in den Berufen der medizinischen und pflegerischen Versorgung fehlt es bereits heute an qualifizierten Fachkräften. In der Alten- und Krankenpflege sowie bei den Ärzten und Ärztinnen ist das Problem seit längerem bekannt. Doch auch bei den Gesundheitshandwerken, zum Beispiel bei Orthopädietechnikern und Hörgeräteakustikern, besteht bereits ein Fachkräftemangel (weitere Informationen dazu in der Engpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit).

Mit dem Modellprojekt „Ausbildung junger Menschen aus Vietnam in Deutschland zu Pflegefachkräften“ hat das BMWi schon 2012 die Initiative ergriffen, Auszubildende aus Drittstaaten für die Pflege zu gewinnen. Ziel des Modellvorhabens war es, Hindernisse bei der Rekrutierung von Menschen aus Drittstaaten zur Ausbildung in der Pflege in Deutschland zu ermitteln und diese zu überwinden. Den deutschen Pflegeeinrichtungen wurde ein Weg aufgezeigt, wie sie in Zukunft selbständig Auszubildende aus Drittstaaten gewinnen können. Das Projekt ist erfolgreich verlaufen, es gibt bereits Nachfolgeprojekte.

In der industriellen Gesundheitswirtschaft ist die Fachkräftesituation weniger offensichtlich, da die Berufsprofile hier weniger spezifisch sind. Doch auch hier wird es immer schwieriger, qualifizierte Ingenieure, Maschinenbauer und Informatiker einzustellen. Gerade in diesem hochinnovativen Bereich, der sich zugleich durch eine hohe Arbeitsproduktivität auszeichnet, kann ein Fachkräftemangel zu einem starken Rückgang an Wertschöpfung führen.

Um die Versorgung der Menschen mit Pflegefachkräften zu sichern und die positive wirtschaftliche Entwicklung der Gesundheitswirtschaft zu gewährleisten, ist es daher wichtig sicherzustellen, dass es auch in Zukunft ausreichend qualifizierte Fachkräfte in der Gesundheitswirtschaft gibt.

Digitalisierung

Angesichts der steigenden Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen und -gütern und dem bereits angesprochenen Fachkräftemangel bietet die Digitalisierung durch erhebliche Effizienzgewinne und Wachstumssteigerungen Chancen für die Gesundheitswirtschaft. Davon profitieren nicht nur die Versicherten und Beitragszahler, sondern auch die Unternehmen der Gesundheitswirtschaft.

Ziel des BMWi ist es, den Prozess der Digitalisierung unseres Gesundheitswesens voran zu bringen. Wichtige Voraussetzungen für eine umfangreiche Digitalisierung sind interoperable informationstechnische Systeme im Gesundheitswesen, eine sichere Infrastruktur zum Datenaustausch und ein einheitlicher, unbürokratischer und sicherer Datenschutz. Wichtige Handlungsfelder aus BMWi-Sicht sind in dem Eckpunktepapier "Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft" (PDF, 50KB) kurz und knapp zusammengefasst. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus den relevanten Verbänden und Institutionen der Gesundheitswirtschaft hat das BMWi fünf priorisierte Forderungen in einer "Werkstatt Digitalisierung in der Gesundheitswirtschaft" konkretisiert.

Das BMWi fördert die Digitalisierung im Gesundheitsbereich durch folgende Maßnahmen:

Start-ups im Digital Health-Bereich unterstützt das BMWi mit folgenden Programmen:

Das BMWi ist Beiratsmitglied der Gematik - Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH. Die Gematik hat die Aufgaben die Einführung, Pflege und Weiterentwicklung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) und ihrer Infrastruktur in Deutschland voranzutreiben, zu koordinieren und die Interoperabilität der beteiligten Komponenten sicherzustellen.

Außenhandel

2018 betrugen die Exporte der deutschen Gesundheitswirtschaft über 131 Milliarden Euro - und damit 8,4 Prozent der deutschen Gesamtexporte. Vor allem die industrielle Gesundheitswirtschaft prägt den Außenhandel. Humanarzneimittel, Medizintechnik und Medizinprodukte machen fast drei Viertel der Exporte der Gesundheitswirtschaft aus.

Die Unternehmen der Gesundheitswirtschaft sind im Export gut positioniert, die Globalisierung stellt die Unternehmen jedoch vor neue Herausforderungen. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen ist es schwierig, die Marktmechanismen im Ausland zu durchdringen und einen Marktzugang zu finden.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unterstützt mit der „Exportinitiative Gesundheitswirtschaft“ als zentraler Ansprechpartner und Kompetenzzentrum insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen bei der Erschließung neuer Märkte. Die Initiative ist bei „Germany Trade & Invest“ (GTAI) angesiedelt, der Gesellschaft für Außenwirtschaft und Standortmarketing der Bundesregierung.

Weiterführende Informationen

  • Artikel - Außenwirtschaftsförderung

    Artikel: Exportinitiative Gesundheitswirtschaft

    Öffnet Einzelsicht

Pressemitteilungen

  • 08.05.2019 - Pressemitteilung - Wirtschaftsbranchen

    Gesundheitswirtschaft ist Wachstumsfaktor und Jobmotor in Deutschland

    Öffnet Einzelsicht

Die Menschen werden älter und es werden mehr Gesundheitsleistungen nachgefragt. Gleichzeitig schafft der medizinisch-technische Fortschritt bessere Behandlungserfolge. Gesundheitsprodukte "Made in Germany" sind weltweit begehrt - alles das lässt die Bruttowertschöpfung der Gesundheitswirtschaft in Deutschland steigen. Dies gilt sowohl absolut als auch in Relation zur gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung.
Die Gesundheitswirtschaft ist in den letzten zehn Jahren beständig gewachsen. 2018 erbrachte sie 369,8 Milliarden Euro an Wertschöpfung. Das entspricht rund 12 Prozent der Bruttowertschöpfung in Deutschland. Gerechnet auf einen Tag sind das erstmals mehr als 1 Milliarde Euro Bruttowertschöpfung.

Bruttowertschöpfung in der Gesundheitswirtschaft und ihr Anteil an der Gesamtwirtschaft

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Bruttowertschöpfung in der Gesundheitswirtschaft und ihr Anteil an der Gesamtwirtschaft

© GGR, 2017; Datenbasis: Statistisches Bundesamt; Berechnung und Darstellung: WifOR 2017.

Infografik als PDF in der Publikation "Gesundheitswirtschaft Fakten und Zahlen", Ausgabe 2018, S. 9

Die Gesundheitswirtschaft als Wachstumstreiber und Stabilisator der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung

Der durchschnittliche jährliche Anstieg der Bruttowertschöpfung in der Gesundheitswirtschaft liegt mit 4,1 Prozent deutlich über dem Wachstum der gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung. Diese wuchs in den letzten 10 Jahren um durchschnittlich 2,8 Prozent. Die Nachfrage nach Waren und Leistungen der Gesundheitswirtschaft ist weniger schwankend als die Gesamtnachfrage und weniger konjunkturabhängig. Dies äußert sich in stabilen Wachstumsraten. Wie sich in den Krisenjahren 2008 und 2009 gezeigt hat, stabilisiert die Gesundheitswirtschaft dadurch die Volkswirtschaft insbesondere in Phasen gesamtwirtschaftlicher Abschwächung.

Wachstum in den Teilbereichen der Gesundheitswirtschaft

Die GGR gliedert die Gesundheitswirtschaft in drei große Bereiche:

Die medizinische Versorgung umfasst als größter Bereich die stationären Einrichtungen (unter anderem Krankenhäuser, stationäre Pflege, Rehakliniken) und die nicht-stationären Einrichtungen (unter anderem Arztpraxen, ambulante Kliniken, ambulante Pflege). In der medizinischen Versorgung werden zusammen fast 53 Prozent der Wertschöpfung in der Gesundheitswirtschaft erbracht. Weiterhin zeichnet sich dieser Bereich durch eine hohe Beschäftigungsintensität aus. Fast 64 Prozent der Erwerbstätigen der Gesundheitswirtschaft sind in diesen Bereichen beschäftigt.

Die industrielle Gesundheitswirtschaft umfasst die Produktion von Arzneimitteln, Medizintechnik und Medizinprodukten, sowie den Handel und Vertrieb mit diesen Gütern. Die industrielle Gesundheitswirtschaft zeichnet sich durch eine überdurchschnittliche Arbeitsproduktivität und Exporttätigkeit aus. Hier wurden 2018 fast 23 Prozent der Wertschöpfung der deutschen Gesundheitswirtschaft erbracht.

Dritter Bereich der GGR sind die „Weiteren Teilbereiche“ der Gesundheitswirtschaft. Dazu gehören unter anderem Krankenversicherungen und öffentliche Verwaltung, die eigenständige Gesundheitsversorgung, Sport- Wellness- und Tourismus-Dienstleistungen sowie Investitionen. Dieser Bereich hat einen Anteil von 24 Prozent an der Bruttowertschöpfung der Gesundheitswirtschaft.

Bruttowertschöpfung und Erwerbstätige der Gesundheitswirtschaft nach Teilbereichen Bild vergrößern

Bruttowertschöpfung und Erwerbstätige der Gesundheitswirtschaft nach Teilbereichen

© GGR, 2017; Datenbasis: Statistisches Bundesamt; Berechnung und Darstellung: WifOR, 2017.

Infografik als PDF in der Publikation "Gesundheitswirtschaft Fakten und Zahlen", Ausgabe 2018, S. 7


Über 50 Prozent der Bruttowertschöpfung werden stationären und nicht-stationären Einrichtungen erbracht

Stationäre und nicht-stationäre Einrichtungen sind zusammen für mehr als 50 Prozent der Wertschöpfung in der Gesundheitswirtschaft verantwortlich. Weiterhin sind mehr als 60 Prozent der Erwerbstätigen der Gesundheitswirtschaft in diesen Bereichen beschäftigt. Beide Bereiche sind in den vergangenen 10 Jahren kontinuierlich gewachsen. Die nicht-stationären Einrichtungen wuchsen in den vergangenen 10 Jahren mit 4,4 Prozent deutlich schneller als die Gesundheitswirtschaft insgesamt.

Bruttowertschöpfung in stationären und nicht-stationären Einrichtungen Bild vergrößern

Bruttowertschöpfung in stationären und nicht-stationären Einrichtungen

© GGR, 2017; Datenbasis: Statistisches Bundesamt; Berechnung und Darstellung: WifOR, 2017.

Infografik als PDF in der Publikation "Gesundheitswirtschaft Fakten und Zahlen", Ausgabe 2018, S. 30


In der Gesundheitswirtschaft sind 1,6 Millionen neue Stellen geschaffen worden

Vergleichbar positiv wie die Bruttowertschöpfung entwickelt sich die Erwerbstätigenzahl in der Gesundheitswirtschaft.

Die Gesundheitswirtschaft beschäftigt 7,6 Millionen Erwerbstätige und somit jeden 6. Erwerbstätigen in Deutschland. Die Gesundheitswirtschaft hat in den letzten zehn Jahren beständig Beschäftigung aufgebaut. Seit 2006 wurden 1,6 Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen.

Mehr als 60 Prozent der Erwerbstätigen der Gesundheitswirtschaft sind in stationären und nicht-stationären Einrichtungen tätig. Seit 2007 wurden dort 1,1 Millionen. neue Arbeitsplätze geschaffen.

Erwerbstätige in der Gesundheitswirtschaft und Anteil an der Gesamtwirtschaft Bild vergrößern

Erwerbstätige in der Gesundheitswirtschaft und Anteil an der Gesamtwirtschaft

© GGR, 2017; Datenbasis: Statistisches Bundesamt; Berechnung und Darstellung: WifOR, 2017.

Infografik als PDF in der Publikation "Gesundheitswirtschaft Fakten und Zahlen", Ausgabe 2018, S. 15


Exporte steigen auf über 131 Milliarden Euro

Insgesamt betrugen die Exporte der Gesundheitswirtschaft 2018 über 131 Milliarden Euro und damit 8,4 Prozent aller deutschen Exporte. Die exportstarken Bereiche sind dabei die Branchen der industriellen Gesundheitswirtschaft, insbesondere die medizintechnische und pharmazeutische Industrie. Die Exporte wuchsen dabei seit 2007 um 5,8 Prozent pro Jahr. Der Anstieg der Exporte spiegelt hier die weltweit steigende Nachfrage nach Gütern und Leistungen der Gesundheitswirtschaft wieder. Er zeigt aber auch auf, dass die deutsche Gesundheitswirtschaft wettbewerbsfähig bleibt. Nach Abzug der Importe weist die Gesundheitswirtschaft 2018 einen positiven Außenhandelsüberschuss von 23,6 Milliarden Euro auf.

Exporte in der Gesundheitswirtschaft und ihr Anteil am deutschen Gesamtexport Bild vergrößern

Exporte in der Gesundheitswirtschaft und ihr Anteil am deutschen Gesamtexport

© GGR, 2017; Datenbasis: Statistisches Bundesamt; Berechnung und Darstellung: WifOR, 2017.

Infografik als PDF in der Publikation "Gesundheitswirtschaft Fakten und Zahlen", Ausgabe 2018, S. 16


GGR-Ergebnisse für die Bundesländer

Die Gesundheitswirtschaft trägt in unterschiedlichem Maße zur Wertschöpfung in den Bundesländern bei. Der Anteil der Gesundheitswirtschaft ist am bedeutendsten in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, wo sie jeweils 15 Prozent der Wertschöpfung erwirtschaftet.

Gemessen am Beschäftigungsanteil ist sie in Mecklenburg-Vorpommern am wichtigsten, wo sie für 20,6 Prozent der Gesamtbeschäftigung verantwortlich ist, in Schleswig-Holstein sind es 18,9 Prozent.

Die Struktur der Gesundheitswirtschaft ist regional sehr unterschiedlich. Der Bereich der medizinischen Versorgung verteilt sich relativ gleichmäßig über Deutschland.

Die industrielle Gesundheitswirtschaft hingegen ist stärker in Clustern organisiert. Sie konzentriert sich vor allem in Baden-Württemberg (32,8 Prozent), Rheinland-Pfalz (31,1 Prozent) und Hessen (30,7 Prozent) wo sie überproportional zur Gesundheitswirtschaft beiträgt. In Mecklenburg Vorpommern hat sie hingegen nur einen Anteil von 9,1 Prozent. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 23 Prozent.

Anteil der Bruttowertschöpfung der Gesundheitswirtschaft an der regionalen Gesamtwirtschaft Bild vergrößern

Anteil der Bruttowertschöpfung der Gesundheitswirtschaft an der regionalen Gesamtwirtschaft

© Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi); Gesundheitswirtschaftliche Gesamtrechnung (GGR), Ausgabe 2017; Berechnungen: WifOR.

Infografik als PDF in der Publikation "Gesundheitswirtschaft Fakten und Zahlen“ - Länderergebnisse der Gesundheitswirtschaftlichen Gesamtrechnung, Ausgabe 2018, S.5

Auswertung und Weiterentwicklung der Gesundheitswirtschaftlichen Gesamtrechnung

Unterstützung der Außenwirtschaftsaktivitäten der deutschen Gesundheitswirtschaft durch die Exportinitiative Gesundheitswirtschaft

Pilotprojekt zur Fachkräftegewinnung für die Pflegewirtschaft

Politische Flankierung der positiven Entwicklung der Branche insbesondere durch die Gesundheitswirtschaftskonferenzen des BMWi.

Das BMWi fördert die Digitalisierung im Gesundheitsbereich durch folgende Maßnahmen:

Start-ups im Digital Health-Bereich unterstützt das BMWi mit folgenden Programmen:

Publikationen

08.05.2019 - Pressemitteilung - Wirtschaftsbranchen

Gesundheitswirtschaft ist Wachstumsfaktor und Jobmotor in Deutschland

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