Klimaschutz ist die zentrale Herausforderung unserer Zeit. Entschlossenes Handeln und umfangreiche Investitionen in erneuerbare Energien, der Umbau der Mobilität und die Steigerung der Energieeffizienz sind nötig, um die Treibhausgasemissionen zu senken. Die Finanz
wirtschaft kann einen erheblichen Beitrag leisten, um diese Investitionen zu realisieren. Ein Meilenstein 
ist die von der Bundesregierung am 5. Mai 2021 beschlossene Sustainable Finance-Strategie, die Klimaschutz und Nachhaltigkeit als zentrales Leitmotiv im Finanzsystem verankert.

Ein etablierter Akteur bei Umwelt- und Klimafinanzierungen ist die KfW Bankengruppe. Sie bringt seit 2014 grüne Anleihen auf den Markt, ist heute einer der größten Emittenten von grünen Anleihen weltweit und refinanziert damit die Kreditförderprogramme zu erneuerbaren Energien und Energieeffizienz.

Der Bund ist im Jahr 2020 in das grüne Segment der Anleihen eingestiegen und hat mit großem Erfolg Grüne Bundeswertpapiere am Finanzmarkt platziert. Die Emission des Bundes erfolgte in zwei Tranchen 
und erzielte einen Gesamterlös 
von 11,5 Mrd. Euro. Diesen Erlösen 
werden ausschließlich im Vorjahr 
getätigte Ausgaben des Bundes 
zugeordnet, die einen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten (Allokation).

Der erste Allokationsbericht für die im Jahr 2020 emittierten Grünen Bundeswertpapiere wurde am 20. April 2021 veröffentlicht. Darin sind die anrechenbaren grünen Ausgaben des Haushaltsjahres 2019 in Höhe von 12,3 Mrd. Euro verbindlich und transparent ausgewiesen. Das BMWi hat daran einen signifikanten Anteil von rund 1,2 Mrd. Euro, die allerdings nur einen Teil der Gesamtausgaben des BMWi für den Klimaschutz abbilden. Insbesondere Ausgaben in den Bereichen Steigerung der Energieeffizienz, Förderung der Elektromobilität, Nutzung erneuerbarer Energien und Energieforschung wurden bei der Emission Grüner Bundeswertpapiere im Jahr 2020 angerechnet.

Ein Wirkungsbericht folgt im Jahr 2022.

Mit der erstmaligen Emission einer 30-jährigen Grünen Bundesanleihe am 11. Mai 2021 setzte der Bund seine Strategie fort, aktiv nachhaltige Finanzprodukte an den Markt zu bringen. Emissionen Grüner Bundeswertpapiere mit weiteren Laufzeiten sind geplant. Sie werden Anlegern eine nachhaltige Anlagealternative bieten und Anreiz sein, stärker in 
eine umweltfreundlichere Wirtschaft zu investieren.

Mit der damit verbundenen Berichterstattung schafft die Bundesregierung Transparenz über die grünen Anlagen im Bundeshaushalt und deren Wirkung.

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© GettyImages

Mehr zum Thema:

t1p.de/gruene-bundeswertpapier

www.bmwi.de/dt-sustainable-finance-strategie.html

PEGGY WEBER
Referat: Verbraucherpolitik, wettbewerbspolitische Fragen in verbraucherrelevanten Bereichen
schlaglichter@bmwi.bund.de

de:hub stärkt Innovationen

Die Digital Hub Initiative wurde im März 2017 durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) ins Leben gerufen. Sie soll zur Transformation Deutschlands zu einem führenden Digitalstandort 
beitragen. Unter der gemeinsamen Dachmarke de:hub entsteht durch die enge Kooperation zwischen Start-ups, etablierter Wirtschaft, Forschungseinrichtungen und Experten ein einzigartiges, innovatives Netzwerk.

Kernelement sind die zwölf starken Hubs in verschiedenen Regionen. Sie bilden ein starkes Netzwerk, das den Austausch von technologischer und wirtschaftlicher Expertise fördert und so Innovationen ermöglicht.

Eine Studie der Bertelsmann Stiftung zur Innovationsfähigkeit von deutschen Unternehmen (2019) zeigt, dass innovative Unternehmen im Vergleich zum Durchschnitt wirtschaftlich erfolgreicher sind und auch ihre Mitarbeiterzahl stärker wächst. Denn die Digitalisierung der Geschäftsprozesse hat vor allem zum Ziel, die Effizienz zu steigern und Kosten zu reduzieren. Allerdings fehlen gerade kleineren, mittelständischen Unternehmen oft die Zeit und die Ressourcen, um sich ausführlich mit dem Thema Innovation auseinanderzusetzen. Hier kann die Zusammenarbeit mit Start-ups weiterhelfen. Start-ups zeichnen sich vor allem durch ihre agile Arbeitsweise und Flexibilität aus. Kooperationen mit Start-ups können helfen, das eigene Geschäftsmodell zu digitalisieren.

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Großes Start-up-Ökosystem mit vielen Partnern

Rund 2.400 Start-ups sind inzwischen im Ökosystem der Digital Hubs vertreten. Davon arbeiten deutschlandweit bereits rund 600 eng mit knapp 3.000 Partnern (KMU, Corporates, Forschungs- und Bildungseinrichtungen, Politik, Krankenkassen und anderen) zusammen.

Wenn Innovationen auf etablierte Strukturen und Start-ups auf branchenführende Unternehmen treffen, führt dies zum gemeinsamen Ziel: Fortschritt und Markterfolg. Einige der Erfolgsgeschichten, welche die Ini­tiative hervorbrachte, sind bereits auf der Internetseite von de:hub aufgeführt.

Vernetzung zwischen 
Hubs und Unternehmen

Die Digital Hub Initiative trägt Früchte. 
So gibt es auch bereits einige erfolgreiche Hub-übergreifende Projekte. Verschiedene Hubs mit unterschiedlicher Expertise haben sich untereinander dazu ausgetauscht und gemeinsame Projekte unter anderem mit mittelständischen Unternehmen und mit Großkonzernen umgesetzt. Um dieses Netzwerk deutschlandweit weiter zu stärken, fördert das BMWi die Standorte der Initiative seit 2020 mit einem Förderprogramm. Hiermit konnten schon einige Projekte erfolgreich umgesetzt werden. Dazu zählten Workshops, Co-Working-Spaces oder Start-up-Coachings. Alle Zielgruppen der Initiative können von der Förderung profitieren.

Mehr zum Thema
Webseite der Digital Hub Initiative:

www.de-hub.de

Studie der Bertelsmann Stiftung (2019): 
Tradition statt Disruption: Deutsche Unternehmen investieren nicht genug 
in die Zukunft:


t1p.de/zukunftsinvestitionen

BIRGIT HORACK
Referat: Künstliche Intelligenz, 
Datenökonomie, Digitale Vernetzung, Digital Hub Initiative

schlaglichter@bmwi.bund.de