Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Der Innovationsstandort Deutschland steht gut da. Nicht nur der erste Platz im Innovationsranking des Weltwirtschaftsforums, sondern auch die stetig steigenden Forschungsausgaben und zunehmende Patentzahlen zeigen: Wir sind nach wie vor ein sehr attraktiver Standort für Forschung und Entwicklung.

Das darf kein Grund sein, die Hände in den Schoß zu legen. Durch Globalisierung und Digitalisierung sind die globalen Kräfteverhältnisse enorm in Bewegung geraten und wir müssen den Innovationsstandort Deutschland nachhaltig weiter stärken. Dafür braucht es geeignete Rahmenbedingungen und eine zukunftsorientierte Innovations- und Digitalpolitik. Hierzu gehören eine steuerliche Forschungsförderung ebenso wie die Bereitstellung einer guten Infrastruktur und eine kluge und technologieoffene Mittelstandsförderung.

Vor allem wollen wir besser werden, wenn es darum geht, Innovationen in die Praxis umzusetzen. Wir werden in einen intensiven Dialog treten, um gemeinsam mit Wirtschaft und Wissenschaft Hemmnisse im Innovationsprozess zu identifizieren und Lösungsansätze zu erarbeiten. Schon heute tragen wir mit unserer Transferinitiative dazu bei, dass mehr Ideen in den Markt kommen und mehr Innovationserfolge in Deutschland erzielt werden. Wo uns das gelingt, da entstehen die Arbeitsplätze und das Wachstum der Zukunft.

Dafür braucht es auch mutige Gründerinnen und Gründer. Die Gründungsoffensive „GO!“ zielt darauf ab, das Unternehmertum in unserem Land zu stärken. Im vorliegenden Monatsbericht stellen wir Ihnen mit dem Programm „EXIST-Gründungskultur“ einen wichtigen Teil der Gründungsoffensive vor, mit der Gründungsaktivitäten an Hochschulen gestärkt werden sollen.

Außerdem berichten wir in dieser Ausgabe über den Vertrag von Aachen, der Anfang des Jahres zwischen Deutschland und Frankreich geschlossen wurde. Der Vertrag knüpft an den Élysée-Vertrag aus dem Jahr 1963 an und ist ein klares Bekenntnis zu einem starken, zukunftsfähigen und souveränen Europa.

Zudem werfen wir einen Blick auf die Initiative „IT-Sicherheit in der Wirtschaft“, mit der wir als Wirtschaftsministerium Unternehmen unterstützen wollen, ihre IT-Sicherheit zu verbessern. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen möchten wir für das Thema sensibilisieren und stellen gemeinsam mit IT-Sicherheitsexperten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung zahlreiche Hilfsmittel zur Verfügung.

Wie immer finden Sie in den Schlaglichtern der Wirtschaftspolitik ausführliche Informationen über die wirtschaftliche Lage. Angesichts einer schwächelnden Weltwirtschaft, der Zollstreitigkeiten zwischen den USA und China sowie Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Brexit hat sich die Konjunktur zuletzt merklich eingetrübt. Eine Rezession zeichnet sich aber nicht ab. Vor allem am Arbeitsmarkt setzt sich der Aufschwung fort.

Und last but not least berichten wir über die Festveranstaltung „100 Jahre Wirtschaftsministerium“. Am 21. März 1919 wurde aus dem Reichswirtschaftsamt das Reichswirtschaftsministerium. Wir haben das Jubiläum zum Anlass genommen, nicht nur einen Blick zurückzuwerfen auf die bewegte Geschichte des Hauses und die Anfänge der Sozialen Marktwirtschaft, sondern auch, um aktuelle wirtschaftspolitische Herausforderungen zu diskutieren.

Liebe Leserinnen und Leser, ich lade Sie herzlich ein, sich ein Bild von den vielfältigen und spannenden Themen des Bundeswirtschaftsministeriums zu machen, und wünsche Ihnen wie immer eine aufschlussreiche und interessante Lektüre!

Peter Altmaier,
Bundesminister für Wirtschaft und Energie