Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie steht in herausragender Tradition: Es ist die Wiege der Sozialen Marktwirtschaft in Deutschland. Die Soziale Marktwirtschaft ist eine einzigartige Erfolgsgeschichte. In ihr liegt der Schlüssel zu den beeindruckenden wirtschaftlichen Leistungen, die unser Land erzielt hat. Sie hat nicht nur den imposanten Wiederaufbau der Nachkriegszeit ermöglicht, sondern ist bis heute die Grundlage unseres Wohlstandes und unseres sozialen Zusammenhaltes.

Es gilt, dieses Erbe zu bewahren und zugleich die einzigartige Verknüpfung von marktwirtschaftlichen Prinzipien und sozialer Verantwortung in das digitale Zeitalter zu überführen. Viele haben heute die Grundlagen aus dem Blick verloren, auf denen Wohlstand, Wettbewerbsfähigkeit und sozialer Zusammenhalt in Deutschland beruhen – die Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft geraten zunehmend in Vergessenheit. Wir brauchen in vielen Bereichen nicht weniger, sondern mehr Markt. Ich will deshalb eine Renaissance der Sozialen Marktwirtschaft. Dies kann nur im Schulterschluss mit Wirtschaft und Gesellschaft, mit Arbeitnehmern und Arbeitgebern gelingen.

Die wirtschaftlichen Voraussetzungen für dieses Vorhaben sind gut! Zehn Jahre nach der jüngsten großen Finanzkrise zeigt sich die deutsche Wirtschaft in einer hervorragenden Verfassung: Ein anhaltender Aufschwung hat zu realen Einkommenszuwächsen in großen Teilen der Gesellschaft geführt. Besonders erfreulich ist, dass wir mit 44,3 Millionen Beschäftigten im vergangenen Jahr erneut einen Rekord verzeichnen konnten. Damit kommen wir dem Ziel der Vollbeschäftigung Schritt für Schritt näher.

Das Bundeswirtschaftsministerium spielt eine wesentliche Rolle, wenn es darum geht, unseren Wohlstand auch für die Zukunft zu sichern. Denn wirtschaftlicher Erfolg ist kein Erbrecht, sondern muss fortlaufend neu erarbeitet werden. Um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland zu erhalten, müssen wir die Rahmenbedingungen stetig weiterentwickeln. Dabei kommt dem Mittelstand als Motor unserer Wirtschaft eine zentrale Rolle zu. Wir brauchen eine neue Gründungsoffensive und müssen den Einsatz junger Unternehmerinnen und Unternehmer so gut es geht unterstützen. Außerdem müssen wir dafür sorgen, dass unsere Arbeitsplätze fit gemacht werden für den digitalen Wandel. Schließlich müssen wir uns weiter entschlossen für einen freien und offenen Welthandel einsetzen, von dem letztlich auch Verbraucher und Bürger profitieren.

Zu alldem kann das Haus Ludwig Erhards auch im 21. Jahrhundert einen wesentlichen Beitrag leisten. Als neuer Bundeswirtschaftsminister freue ich mich, an diese Tradition anzuknüpfen und meinen Beitrag zur Modernisierung der Sozialen Marktwirtschaft zu leisten.

Ich wünsche Ihnen eine aufschlussreiche und interessante Lektüre dieser Ausgabe der Schlaglichter der Wirtschaftspolitik, die Einblick gibt in die Vielfalt der Themen des Bundeswirtschaftsministeriums!

Peter Altmaier,
Bundesminister für Wirtschaft und Energie