Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Handel als Gefahr für die nationale Sicherheit? Zölle, Kontingente und Quoten als Weg in die Zukunft? Die Spannungen zwischen den USA und ihren Handelspartnern haben seit Anfang 2017 deutlich zugenommen. In der aktuellen Ausgabe der Schlaglichter befassen wir uns deswegen mit dem nordamerikanischen Freihandelsabkommen NAFTA. Dessen Zukunft ist nach 24 Jahren alles andere als gewiss.

Die genannten Entwicklungen muss eine Exportnation wie Deutschland sorgfältig beobachten. Handel ist die Grundlage für unseren Wohlstand. Der internationale Wettbewerb sorgt für Innovationen, niedrigere Preise, eine breite Produktpalette sowie Beschäftigung und gute Löhne in den Exportbranchen. Die Bundesregierung tritt daher seit Langem für offene Märkte, internationalen Wettbewerb und für eine Handelsliberalisierung auf der Grundlage klarer, stabiler und international abgestimmter Regeln ein.

Bei der Internationalen Handwerksmesse, die vom 7. bis 13. März in München stattfindet, geht es vor allem um den Austausch von Ideen und Kontakten. Unter dem Motto „Handwerk: Die nächste Generation“ wird neben mehr als 1.000 Ausstellern auch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit einem eigenen Messestand vor Ort sein.

Dort werden sich unter anderem verschiedene Gesundheitshandwerke wie Augenop-tiker und Zahntechniker vorstellen. Eine Zeitreise vom Badezimmer der 70er-Jahre ins optimierte „Bad 4.0“ zeigt, wie die Digitalisierung im Sanitär- und Heizungshandwerk Einzug gehalten hat. Besucherinnen und Besucher können sich zudem über Förder- und Beratungsangebote rund um die Themen Unternehmensnachfolge und Energieeffizienz informieren. Es wartet ein spannendes Angebot auf Sie. Falls Sie die Gelegenheit haben, nach München zu kommen, besuchen Sie uns an unserem Stand!

Das Handwerk mit seiner Leidenschaft für Qualität ist ein wesentlicher Grund für die Erfolge der mittelständischen Wirtschaft in Deutschland. Damit das auch in Zukunft so bleibt, müssen wir dafür sorgen, dass der Mittelstand beim Thema Digitalisierung den Anschluss nicht verpasst.

Bei vielen kleinen und mittleren Unternehmen ist das Thema noch immer nicht angekommen. Erst vor Kurzem haben wir deshalb ein weiteres Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum in Siegen eröffnet. Unsere Kompetenzzentren sensibilisieren Unternehmen für die Chancen und Herausforderungen, die mit der Digitalisierung verbunden sind. Mit Informations- und Weiterbildungsangeboten unterstützen sie sie auf ihrem Weg in die digitale Zukunft.

Auch die Verwaltung hat beim Thema Digitalisierung noch einige Hausaufgaben zu erledigen. In der vorliegenden Ausgabe befassen wir uns deswegen mit dem Netzwerk der „Einheitlichen Ansprechpartner“. Behördengänge von Unternehmen sollen in Zukunft vollständig elektronisch über eine Stelle abgewickelt werden können. Dies spart unnötige Bürokratie und ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer unternehmensfreundlicheren Verwaltung.

Ein weiterer Artikel der Schlaglichter befasst sich mit aktuellen Entwicklungen beim Thema „Reallabore“. Dabei geht es grundsätzlich um die Frage, wie staatliche Regulierung mit dem hohen Innovationstempo der Digitalisierung mithalten kann. Oft ist unklar, wie die Regeln für neue Geschäftsmodelle ausgestaltet werden sollen. Einerseits sollen innovative Ideen nicht im Keim erstickt werden. Andererseits sind die berechtigten Schutzinteressen von Verbraucherinnen und Verbrauchern zu wahren. Reallabore können da eine Lösung sein. Sie bieten eine Möglichkeit, regulatorische Instrumen-te zeitlich und räumlich begrenzt auszutesten, um die richtige Balance zwischen diesen Zielen zu finden.

Lesen Sie in dieser Ausgabe auch, wie wir mit dem Marktanreizprogramm den Einsatz moderner und effizienter Heizanlagen fördern. Außerdem gratulieren wir dem Bonner Institut für Mittelstandsforschung (IfM) zu seinem 60-jährigen Bestehen. Nicht zuletzt enthalten die Schlaglichter wie gewohnt unseren ausführlichen Bericht über die aktu-elle konjunkturelle Lage.
Ich wünsche Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, viel Freude bei der Lektüre!

Brigitte Zypries
Bundesministerin für Wirtschaft und Energie