Cover: Monitoring der Angemessenheit der Ressourcen an den europäischen Strommärkten

Die Beratungsunternehmen r2b energy consulting und Consentec haben in einem Gutachten für das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) untersucht, wie sich die sogenannte „Angemessenheit der Ressourcen“ in Deutschland und seinen Nachbarländern bis 2030 voraussichtlich entwickeln wird, das heisst ob die Nachfrage nach Strom durch das vorhandene Angebot an den europäischen Strommärkten ausreichend gedeckt werden kann. Die Gutachter kommen in ihrer Modellierung zu dem zentralen Ergebnis, dass dies in Deutschland in allen untersuchten Szenarien bis 2030 der Fall ist. Dies gilt auch für Szenarien, welche einen gegenüber dem Basisszenario ambitionierteren Klimaschutz mit anziehenden CO2-Preisen und höherem Stromverbrauch untersuchen.

Der prognostizierte Bruttostromverbrauch 2030 liegt in diesen Szenarien zur verstärkten Sektorkopplung bei 615 TWh beziehungsweise 630 TWh und damit über dem Stromverbrauch aus dem Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung. Jedoch hat die Erhöhung unserer Klimaziele direkte Auswirkungen auf den Strombedarf bis 2030. Das Bundeswirtschaftsministerium hat daher eine Neuberechnung des Stromverbrauchs 2030 bis Herbst 2021 beauftragt. Erste aktuelle Abschätzungen kommen auf einen Mittelwert des Stromverbrauchs 2030 von 655 Terawattstunden und liegen damit nur geringfügig über dem Höchstwert des Gutachtens.

In dem Forschungsvorhaben werden nach dem Stand der Wissenschaft unterschiedliche mögliche Szenarien bis 2030 modelliert. Ausgehend von diesen Entwicklungen prüfen die Gutachter im folgenden Schritt, ob ein kosteneffizientes Versorgungsicherheitsniveau, das ebenfalls in der Studie ermittelt wird, stets eingehalten werden kann. Im Jahr 2019 wurde der erste Projektbericht zum Gutachten veröffentlicht.

Die dem neuen Bericht zugrunde liegenden Annahmen sowie methodische Aspekte wurden im Frühjahr / Sommer 2020 mit Vertreterinnen und Vertretern der 16 zuständigen Landesministerien, der Bundesnetzagentur, der Übertragungsnetzbetreiber, des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, des Verbandes kommunaler Unternehmen, des Deutschen Industrie- und Handelskammertages und des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft ausführlich in mehreren Terminen und schriftlicher Form konsultiert.

Den Datenanhang zur Studie finden Sie hier, ein Begleitdokument hier.