Arbeiter in einem Werk stehen für Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe.

© Monty Rakusen/cultura/Corbis

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes [1] sind die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im August gegenüber dem Vormonat um 4,5 % gestiegen. [2] Dabei zeigte sich die Zunahme der Nachfrage nach Vorleistungs-, Investitions- und Konsumgütern jeweils ähnlich stark (+4,5 %, +4,7 % bzw. 4,2 %). Ohne Großaufträge nahmen die Ordereingänge genauso stark zu (+4,5 %).

Im Zweimonatsvergleich Juli/August gegenüber Mai/Juni kam es zu einem Zuwachs bei den Auftragseingängen im Verarbeitenden Gewerbe um 18,9 %. Nach der Lockerung des harten Lockdowns im April ist seit Mai eine stetige Erholung zu beobachten, auch wenn sich das Tempo nach der Gegenreaktion in den letzten Monaten abgeschwächt hat. Die Nachfrage aus dem Inland erhöhte sich um 4,2 %, während die Bestellungen aus dem Euroraum um 28,3 % und dem Nicht-Euroraum um 34,0 % zulegten.

Der Aufholprozess der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe setzt sich weiter mit bemerkenswertem Tempo fort. Getragen wird er vor allem von der Nachfrage aus dem Ausland. Frühindikatoren wie die ifo Geschäftserwartungen geben einen positiven Ausblick, ebenso die sinkenden Zahlen zur Kurzarbeit.

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[1] Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 6. Oktober 2020.
[2] Alle Angaben basieren auf vorläufigen Daten und sind preis-, kalender- und saisonbereinigt (Verfahren X13 JDemetra+).