Arbeiter in einem Werk stehen für Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe.

© Monty Rakusen/cultura/Corbis

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes [1] sind die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Juli gegenüber dem Vormonat um 2,8 % gestiegen. [2] Die Bestellungen von Investitionsgütern gingen leicht um 0,4 % zurück. Bei Vorleistungsgütern ergab sich ein Zuwachs um 9,5 % und bei Konsumgütern blieben die Aufträge nahezu unverändert (+0,2 %). Ohne Großaufträge nahmen die Bestellungen um 6,2 % zu.

Im Zweimonatsvergleich Juni/Juli gegenüber April/Mai kam es angesichts des harten Lockdowns im April und der Erholung seit Mai insgesamt zu einem Anstieg der Ordereingänge im Verarbeitenden Gewerbe um 37,0 %. Die Nachfrage aus dem Inland zeigte sich ähnlich stark (+35,9 %) wie die aus dem Euroraum (+40,1 %) und aus dem Nicht-Euroraum (+36,6 %).

Nach der ersten Belebung im Mai und der starken Erholung im Juni hat sich der Aufholprozess der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Juli verlangsamt. Er dürfte sich auch in den nächsten Monaten fortsetzen, darauf deuten die gesunkenen Kurzarbeitszahlen und die verbesserten Geschäftserwartungen der Unternehmer hin.

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[1] Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 4. September 2020.
[2] Alle Angaben basieren auf vorläufigen Daten und sind preis-, kalender- und saisonbereinigt (Verfahren X13 JDemetra+).