Arbeiter in einem Werk stehen für Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe.

© Monty Rakusen/cultura/Corbis

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes [1] sind die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Mai gegenüber dem Vormonat um 10,4 % gestiegen, nachdem es zuvor Pandemie-bedingt zu kräftigen Rückgängen gekommen war. [2] Ein deutliches Auftragsplus von 20,3 % bei Investitionsgütern gab hierfür den Ausschlag (Kfz-Bereich +44,4 %). Die Hersteller von Konsum- und Vorleistungsgütern verzeichneten Zuwächse von 4,7 % bzw. 0,4 %. Ohne Berücksichtigung von Großaufträgen war die Zunahme bei den Bestellungen im Verarbeitenden Gewerbe nicht ganz so stark (+8,9 %).

Im Zweimonatsvergleich April/Mai gegenüber Februar/März ergab sich ein Rückgang der Ordereingänge im Verarbeitenden Gewerbe um 28,6 %. Aus dem In- und Ausland gingen 23,4 % bzw. 32,3 % weniger Bestellungen ein.

Die jüngsten Daten zu den Auftragseingängen sprechen dafür, dass die Industrierezession ihren Tiefpunkt durchschritten hat. Das nach wie vor niedrige Orderniveau zeigt aber auch, dass der Aufholprozess noch lange nicht abgeschlossen ist. Der vergleichsweise geringe Orderzuwachs aus dem nichteuropäischen Ausland deutet zudem darauf hin, dass das weltwirtschaftliche Umfeld zunächst schwierig bleibt.

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[1] Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 6. Juli 2020.
[2] Alle Angaben basieren auf vorläufigen Daten und sind preis-, kalender- und saisonbereinigt (Verfahren X13 JDemetra+).