Arbeiter in einem Werk stehen für Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe.

© Monty Rakusen/cultura/Corbis

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes [1] sind die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im April gegenüber dem Vormonat um 25,8 % gesunken. [2] Die Hersteller von Investitions- und Vorleistungsgütern verzeichneten Rückgänge um 30,6 % bzw. 22,7 %, während das Orderminus bei Konsumgütern bei 11,4 % lag. Ohne Berücksichtigung von Großaufträgen war das Minus bei den Bestellungen im Verarbeitenden Gewerbe in etwa ebenso groß (-25,1 %).

Im Zweimonatsvergleich März/April gegenüber Januar/Februar ergab sich ein Rückgang der Ordereingänge im Verarbeitenden Gewerbe um 26,3 %. Am stärksten betroffen waren die Auftragseingänge aus der Eurozone (-32,6 %). Aus dem Inland und der Nicht-Eurozone gingen 22,6 % bzw. 26,6 % weniger Bestellungen ein.

Im Shutdown-Monat April hat sich der Einbruch der industriellen Auftragseingänge erwartungsgemäß noch einmal verstärkt. Die Einschränkungen gegen die Corona-Pandemie galten in den meisten wichtigen Absatzländern während des gesamten Monats. Angesichts der allmählichen Lockerungen dürfte der Tiefpunkt der Industrierezession damit aber auch durchschritten sein.

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[1] Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 5. Juni 2020.
[2] Alle Angaben basieren auf vorläufigen Daten und sind preis-, kalender- und saisonbereinigt (Verfahren X13 JDemetra+).