Arbeiter in einem Werk stehen für Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe.

© Monty Rakusen/cultura/Corbis

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes [1] sind die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im März gegenüber dem Vormonat um 15,6 % gesunken. [2] Besonders betroffen waren die Produzenten von Investitionsgütern mit einem Minus von 22,6 %. Die Ordereingänge bei Konsum- und Vorleistungsgütern gingen um 1,3 % bzw. 7,5 % zurück. Der Rückgang ergab sich in ähnlicher Größenordnung aus dem In- und aus dem Ausland (-14,8 % bzw. -16,1 %). Ohne Berücksichtigung von Großaufträgen verringerten sich die Bestellungen im Verarbeitenden Gewerbe nahezu genauso stark (-15,5 %).

Aufgrund des guten Einstiegs in das Jahr 2020 ergab sich im ersten Quartal insgesamt gegenüber dem Vorquartal lediglich ein Rückgang der Ordereingänge im Verarbeitenden Gewerbe um 2,7 %.

Im Zuge des weltweiten Konjunkturschocks durch die Corona-Pandemie sowie der Maßnahmen zu ihrer Eindämmung sind die industriellen Auftragseingänge im März drastisch eingebrochen. Es ist von kräftigen Produktionsrückgängen ab März wegen Corona auszugehen.

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[1] Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 6. Mai 2020.
[2] Alle Angaben basieren auf vorläufigen Daten und sind preis-, kalender- und saisonbereinigt (Verfahren X13 JDemetra+).