Arbeiter in einem Werk stehen für Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe.

© Monty Rakusen/cultura/Corbis

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes [1] sind die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Januar gegenüber dem Vormonat um 5,5 % gestiegen. [2] Hierzu haben überdurchschnittliche Großaufträge beigetragen. Aber auch ohne Großaufträge erhöhten sich die Bestellungen um 2,3 %. Die Auftragseingänge aus dem Inland gingen um 1,3 % zurück. Aus dem Euroraum und dem Nicht-Euroraum nahmen die Aufträge hingegen unterstützt durch Großaufträge kräftig um 15,1 % beziehungsweise 7,8 % zu.

Im Zweimonatsvergleich Dezember/Januar gegenüber Oktober/November ergab sich ein leichter Zuwachs der Ordereingänge im Verarbeitenden Gewerbe um 0,2 %. Bereinigt um Großaufträge erfolgte ein Anstieg um 0,5 %.

Neben den Großaufträgen dürften im Januar auch Nachholeffekte aufgrund der Brückentage im Dezember eine Rolle gespielt haben. Insgesamt haben sich die Bestellungen in den vergangenen Monaten stabilisiert. Die Geschäftserwartungen der Unternehmen hellten sich fünf Monate in Folge auf. Die Industriekonjunktur dürfte insoweit vor ihrem Wendepunkt stehen. Allerdings bleibt abzuwarten, wie sich die neuen Risiken durch den Corona-Virus auswirken.

----------------------------------------

[1] Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 6. März 2020.
[2] Alle Angaben basieren auf vorläufigen Daten und sind preis-, kalender- und saisonbereinigt (Verfahren X13 JDemetra+).