Arbeiter in einem Werk stehen für Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe.

© Monty Rakusen/cultura/Corbis

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes [1] sind die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Juli gegenüber dem Vormonat um 2,7 % zurückgegangen. [2] Es gingen vor allem weniger Aufträge aus dem Nicht-Euroraum ein (-6,7 %). Die Bestellungen aus dem Inland nahmen um 0,5 % ab, wohingegen die Orders aus dem Euroraum auf niedrigem Niveau stabil blieben (+0,3 %). Nach den umfangreichen Großaufträgen im Vormonat war ihr Anteil im Juli wieder durchschnittlich. Ohne Großaufträge nahmen die Bestellungen daher um 0,5 % zu.

Im Zweimonatsvergleich Juni/Juli gegenüber April/Mai ergab sich ein leichter Orderzuwachs im Verarbeitenden Gewerbe von 0,3 %. Ohne Großaufträge wurde ein verlangsamter Rückgang um 1,3 % verzeichnet, nach -2,0 % im Mai/Juni.

Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe starteten insgesamt schwach ins dritte Quartal. Angesichts der weiter schwelenden internationalen Handelskonflikte und der zurückhaltenden Geschäftserwartungen im Verarbeitenden Gewerbe zeichnet sich für die kommenden Monate noch keine grundlegende Besserung der Industriekonjunktur ab.

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[1] Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 5. September 2019.
[2] Alle Angaben basieren auf vorläufigen Daten und sind preis-, kalender- und saisonbereinigt (Verfahren X13 JDemetra+).