Arbeiter in einem Werk stehen für Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe.

© Monty Rakusen/cultura/Corbis

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes [1] sind die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Mai gegenüber dem Vormonat um 2,2 % zurückgegangen. [2] Die Inlandsaufträge nahmen im Mai um 0,7 % zu. Die Bestellungen aus dem Euroraum verringerten sich um 1,7 % und aus dem Nicht-Euroraum um 5,7 %.

Im Zweimonatsvergleich April/Mai gegenüber Februar/März ergab sich ein Rückgang der Auftragseingänge für das Verarbeitende Gewerbe um 0,4 %. Dem Plus von 2,7 % bei Konsumgütern standen Abnahmen um 1,8 % bzw. 0,1 % bei Vorleistungs- und Investitionsgütern gegenüber. Die Bestellungen aus dem Inland und aus dem Euroraum gingen um 2,8 % bzw. 3,8 % zurück. Aus dem Nicht-Euroraum war ein Orderzuwachs um 4,5 % zu verzeichnen.

Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe haben sich im Mai wieder spürbar verringert, nachdem sie sich in den beiden letzten Monaten auf niedrigem Niveau stabilisiert hatten. Zuletzt lagen sie etwa 7 % unter ihrem durchschnittlichen Monatswert im Jahr 2018. Die gewichtige Kfz-Industrie verbuchte im Mai sowohl im In- als auch im Ausland Auftragsrückgänge (-1,6 % bzw. -5,0 %). Es ist somit von einer weiterhin schwachen Industriekonjunktur in den kommenden Monaten auszugehen.

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[1] Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 5. Juli 2019.
[2] Alle Angaben basieren auf vorläufigen Daten und sind preis-, kalender- und saisonbereinigt (Verfahren X13 JDemetra+).