Arbeiter in einem Werk stehen für Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe.

© Monty Rakusen/cultura/Corbis

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes [1] stiegen die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im April gegenüber dem Vormonat um 0,3 %, nachdem sie sich im März um 0,8 % erhöht hatten. [2] Die Inlandsaufträge nahmen im April um 0,8 % ab. Die Bestellungen aus dem Euroraum verringerten sich um 5,8 %, während sich die Orders aus dem Nicht-Euroraum um 5,7 % erhöhten. Der Anteil an Großaufträgen war für einen April unterdurchschnittlich. Bereinigt um Großaufträge wurden 2,1 % mehr Aufträge gemeldet.

Im Zweimonatsvergleich März/April gegenüber Januar/Februar ergab sich ein Rückgang der Auftragseingänge für das Verarbeitende Gewerbe um 1,1 %. Dem Plus von 4,3 % bei Konsumgütern standen Abnahmen um 2,1 % bzw. 1,2 % bei Vorleistungs- und Investitionsgütern gegenüber. Die Bestellungen aus dem Inland gingen um 5,7 % zurück. Aus dem Euroraum und dem Nicht-Euroraum waren Orderzuwächse um 1,4 % bzw. 2,9 % zu verzeichnen.

Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe haben sich in den letzten beiden Monaten bei anziehender Auslandsnachfrage auf niedrigem Niveau stabilisiert. Im April lagen sie etwa 5 % unter ihrem durchschnittlichen Monatswert im Jahr 2018. Die Industriekonjunktur dürfte im zweiten Quartal gedämpft bleiben.

----------------------------------------

[1] Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 6. Juni 2019.
[2] Alle Angaben basieren auf vorläuf igen Daten und sind preis-, kalender- und saisonbereinigt (Verfahren X13 JDemetra+).