Arbeiter in einem Werk stehen für Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe.

© Monty Rakusen/cultura/Corbis

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes [1] haben sich die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Dezember gegenüber dem Vormonat um 1,6 % verringert. [2] Die Bestellungen aus dem Inland gingen im Dezember um -0,6 % zurück. Die Aufträge aus dem Ausland nahmen erneut merklich um 2,3 % gegenüber dem Vormonat ab. Während die Ordereingänge aus dem Euroraum um 3,2 % anstiegen, sind die Bestellungen aus dem Nichteuroraum kräftig um 5,5 % gesunken. Der Anteil an Großaufträgen war deutlich unterdurchschnittlich.

Für das vierte Quartal insgesamt ergab sich dennoch ein Orderplus von 0,3 %. Dabei verzeichneten die Vorleistungs- und Konsumgüterproduzenten Rückgänge um 3,4 % bzw. 0,7 %. Bei den Investitionsgütern war indes ein Plus von 2,8 % zu beobachten. Stützend wirkte, dass die Automobilindustrie bei der Bewältigung der WLTP-Problematik voranschreitet. Im vierten Quartal nahmen die Aufträge in der Kfz-Industrie um 10,2 % gegenüber dem schwachen dritten Quartal zu. Die meisten anderen Wirtschaftszweige mussten hingegen Rückgänge der Auftragseingänge verzeichnen. So nahmen die Auftragseingänge im Maschinenbau um 0,4 % und in der chemischen Industrie um 1,9 % ab.

Der Rückgang der Bestellungen im Dezember spricht dafür, dass sich die Durststrecke in der Industrie zunächst fortsetzt. Auch die jüngsten Stimmungsindikatoren deuten auf eine gedämpfte Industriekonjunktur zu Jahresbeginn hin.

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[1] Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 6. Februar 2019.
[2] Alle Angaben basieren auf vorläufigen Daten und sind preis-, kalender- und saisonbereinigt (Verfahren X13 JDemetra+).