Arbeiter in einem Werk stehen für Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe.

© Monty Rakusen/cultura/Corbis

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes [1] haben sich die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im September gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent erhöht. [2] Während die Bestellungen aus dem Inland und dem Euroraum deutlich um 2,8 Prozent beziehungsweise 2,4 Prozent gestiegen sind, kam es bei den Aufträgen aus dem Nicht-Euroraum zu einem Rückgang um 3,7 Prozent. Der Anteil an Großaufträgen war überdurchschnittlich.

Für das dritte Quartal insgesamt ergab sich ein Orderminus von 1,0 Prozent. Die Konsumgüter verzeichneten eine leichte Abnahme (-0,2 Prozent), die Vorleistungs- und die Investitionsgüter spürbare Rückgänge (-1,6 Prozent beziehungsweise -0,8 Prozent). Während die Auftragseingänge aus dem Inland im dritten Quartal um 1,0 Prozent zulegten, verringerten sie sich aus dem Euroraum sowie dem Nicht-Euroraum um 3,1 Prozent beziehungsweise 2,0 Prozent.

Die Auftragsentwicklung im August und September deutet darauf hin, dass sich in der gewichtigen Automobilindustrie der temporäre Zulassungsstau aufgrund der neuen Testvorschriften für Pkw (WLTP) langsam auflöst. Diese Entwicklung bei nach wie vor außerordentlich hohem Auftragsbestand spricht dafür, dass die Wachstumskräfte im Verarbeitenden Gewerbe im vierten Quartal wieder die Oberhand gewinnen.

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[1] Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 6. November 2018.
[2] Alle Angaben basieren auf vorläufigen Daten und sind preis-, kalender- und saisonbereinigt (Verfahren X13 JDemetra+).