Arbeiter in einem Werk stehen für Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe.

© Monty Rakusen/cultura/Corbis

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes [1] sind die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Juli gegenüber dem Vormonat um 0,9 % gesunken. [2] Die Bestellungen aus dem Inland erhöhten sich um 2,4 %. Bei den Aufträgen aus dem Euroraum und dem Nicht-Euroraum kam es zu Rückgängen um 2,7 % bzw. 4,0 %. Der Anteil an Großaufträgen war leicht unterdurchschnittlich.

Im Zweimonatsvergleich Juni/Juli gegenüber April/Mai ergab sich ein Orderminus von 3,1 %. Ausschlaggebend hierfür waren die Investitionsgüter mit -4,1 %. Während die Bestellungen im Verarbeitenden Gewerbe aus dem Inland um 0,7 % zunahmen, verringerten sich die aus dem Euroraum und Nicht-Euroraum um 2,0 % bzw. 8,0 %.

Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe haben sich, nach einem sehr dynamischen zweiten Halbjahr 2017, seit Jahresbeginn merklich abgeschwächt. Dabei dürften die weltweiten Verunsicherungen durch Handelskonflikte eine Rolle gespielt haben. Darüber hinaus gibt es temporäre Engpässe bei der Zulassung nach dem neuen Fahrzyklus für Pkw (WLTP), der am 1. September in der EU in Kraft getreten ist. Der Rückgang der Bestellungen im Wirtschaftszweig Kraftwagen und Kraftwagenteile machte, bezogen auf das gesamte Verarbeitende Gewerbe, etwa 2 Prozentpunkte des Rückgangs von 3,1 % im Juni/Juli aus. Ein Teil davon dürfte nachgeholt werden. Nach wie vor ist der Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe sehr hoch und das Geschäftsklima verbesserte sich zuletzt sogar wieder.

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[1] Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 6. September 2018.
[2] Alle Angaben basieren auf vorläufigen Daten und sind preis-, kalender- und saisonbereinigt (Verfahren X13 JDemetra+).