Arbeiter in einem Werk stehen für Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe.

© Monty Rakusen/cultura/Corbis

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes [1] sind die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im April gegenüber dem Vormonat um 2,5 Prozent gesunken. [2] Dies ging vor allem auf weniger Bestellungen von Investitionsgütern (-5,6 Prozent) insbesondere im Bereich Sonstiger Fahrzeugbau (-35,9 Prozent), also von Flugzeugen, Eisenbahnfahrzeugen und Schiffen, und im Maschinenbau (-6,9 Prozent) zurück. Während die Bestellungen aus dem Nicht-Euroraum um 5,4 Prozent anstiegen, fielen die Aufträge aus dem Inland um 4,8 Prozent und die aus dem Euroraum um 9,9 Prozent niedriger aus. Ohne die Berücksichtigung des Bereichs Sonstiger Fahrzeugbau war die Entwicklung der industriellen Auftragseingänge im April weniger ungünstig (-0,6 Prozent).

Im Zweimonatsvergleich Januar/Februar gegenüber März/April ergab sich ein Auftragsminus von 2,4 Prozent. Insbesondere die Bestelltätigkeit aus dem Euroraum verringerte sich deutlich um 6,1 Prozent.

Nach dem starken Anstieg der Auftragseingänge im zweiten Halbjahr 2017 setzt sich die absehbar ruhigere Entwicklung aus dem ersten Vierteljahr 2018 im April fort. Inwieweit hierbei Verunsicherungen insbesondere aus dem außenwirtschaftlichen Umfeld eine Rolle spielen, ist schwer einzuschätzen. Der Auftragsbestand bei den Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes ist jedoch mit einer Reichweite Stand März von 5,6 Monaten weiterhin sehr hoch. Auch der ifo Geschäftsklimaindex hat sich zuletzt auf weit überdurchschnittlichem Niveau wieder stabilisiert.

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[1] Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 7. Juni 2018.
[2] Alle Angaben basieren auf vorläufigen Daten und sind preis-, kalender- und saisonbereinigt (Verfahren X13 JDemetra+).