Schweißer symbolisiert die Entwicklung der Produktion im produzierenden Gewerbe

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Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes [1] ist die Produktion im Produzierenden Gewerbe im Oktober gegenüber dem Vormonat um 2,8 % gestiegen. [2] Der Ausstoß in der Industrie erhöhte sich um 3,2 %, während die Herstellung im Baugewerbe um 1,2 % zunahm.

Die Industrieproduktion wird seit Anfang des Jahres durch Lieferengpässe bei wichtigen Vorleistungsgütern und Rohstoffen gebremst. Dadurch wurde sie in den Sommermonaten teilweise deutlich zurückgefahren. Die Gegenbewegung im Oktober stellt in der angespannten konjunkturellen Lage einen positiven Lichtblick dar, auch wenn die Produktionseinbußen seit Jahresbeginn noch nicht kompensiert sind.

Erfreulich sind die kräftigen Steigerungen in den gewichtigen Bereichen Kfz und Kfz-Teile (+12,6 %) sowie im Maschinenbau (+5,0 %). Beide Industriezweige sind seit Monaten besonders von den Knappheiten vor allem bei Halbleitern beeinträchtigt. Die Kfz-Produktion liegt allerdings trotz des starken Zuwachses nach wie vor deutlich unter Vorkrisenniveau.

Der weitere Ausblick für die Industriekonjunktur bleibt allerdings verhalten. Darauf deuten auch Stimmungsindikatoren am aktuellen Rand hin. Die Beeinträchtigungen durch Lieferengpässe dürften noch einige Monate anhalten.

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[1] Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 7. Dezember 2021.
[2] Alle Angaben basieren auf vorläufigen Daten und sind preis-, kalender- und saisonbereinigt (Verfahren X13 JDemetra+).