Schweißer symbolisiert die Entwicklung der Produktion im produzierenden Gewerbe

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Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes[1] ist die Produktion im Produzierenden Gewerbe im September gegenüber dem Vormonat um 1,1 % gesunken.[2] Der Ausstoß in der Industrie ging dabei um 1,5 % zurück, während die Herstellung im Baugewerbe um 1,1 % stieg.

Im Quartalsvergleich kam es im dritten Vierteljahr gegenüber dem zweiten zu einem Produktionsrückgang im Produzierenden Gewerbe von insgesamt 2,4 %. Dabei verzeichneten die Industrie (-2,4 %) und das Baugewerbe (-2,1 %) ähnlich starke Rückgänge.

Nach einem deutlichen Nachlassen der Industrieproduktion im August hat sich die Verringerung des industriellen Ausstoßes im September fortgesetzt. Während der gewichtige Bereich Kfz und Kfz-Teile seine Produktion um 2,1 % wieder leicht steigern konnte, ging der Ausstoß im ähnlich gewichtigen Maschinenbau um 3,3 % zurück. Auch in anderen Bereichen wie elektrischen Ausrüstungen (-3,3 %) oder Datenverarbeitungsgeräten (-4,3 %) und Metallerzeugnissen (-0,5 %) kam es zu Rückgängen. Damit schlagen sich die bereits seit längerer Zeit anhaltenden Lieferengpässe bei Rohstoffen und Vorprodukten auf breiterer Front nieder. Bis zur nachhaltigen Auflösung der Knappheiten bleibt der Ausblick für die Industriekonjunktur somit eingetrübt, wenngleich die Nachfrage auf sehr hohem Niveau verharrt.

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[1] Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 5. November 2021.
[2] Alle Angaben basieren auf vorläufigen Daten und sind preis-, kalender- und saisonbereinigt (Verfahren X13 JDemetra+).