Schweißer symbolisiert die Entwicklung der Produktion im produzierenden Gewerbe

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Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes [1] ist die Produktion im Produzierenden Gewerbe im August gegenüber dem Vormonat um 4,0 % gesunken. [2] Dabei verringerte sich die Herstellung der Industrie um 4,7 %, vom Baugewerbe wurde ein Minus von 3,1 % gemeldet.

Im Zweimonatsvergleich Juli/August gegenüber Mai/Juni kam es zu einem Produktionsrückgang im Produzierenden Gewerbe von 1,1 %. Während der Ausstoß in der Industrie in diesem Zeitraum um 1,3 % abnahm, blieb er im Baugewerbe unverändert.

Nach einem freundlichen Start ins dritte Quartal ist es im August zu einem spürbaren Rückgang der Industrieproduktion gekommen. Der gewichtige Bereich Kfz und Kfz-Teile fuhr seinen Ausstoß kräftig um 17,5 % zurück. Auch der ähnlich gewichtige Maschinenbau meldete ein Minus von 6,3 %. Die Lieferengpässe bei Rohstoffen und Vorprodukten erwiesen sich als gravierender als bislang angenommen. Bei der Automobilindustrie dürfte auch eine Rolle gespielt haben, dass bei einigen Herstellern die Betriebsferien dieses Jahr in den August gefallen sind. Der Ausblick für die Industriekonjunktur insgesamt hat sich somit zuletzt zwar etwas eingetrübt, bleibt aber für die kommenden Monate angesichts einer nach wie vor hohen Nachfrage verhalten optimistisch. Der Ausstoß im Baugewerbe lag weiterhin auf hohem Niveau.

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[1] Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 7. Oktober 2021
[2] Alle Angaben basieren auf vorläufigen Daten und sind preis-, kalender- und saisonbereinigt (Verfahren X13 JDemetra+).