Schweißer symbolisiert die Entwicklung der Produktion im produzierenden Gewerbe

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Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes [1] ist die Produktion im Produzierenden Gewerbe im Juni gegenüber dem Vormonat um 1,3 % zurückgegangen. [2] Die Herstellung der Industrie verringerte sich dabei um 0,9 %, im Baugewerbe kam es zu einem Minus von 2,6 %.

Im Quartalsvergleich nahm die Produktion im Produzierenden Gewerbe im zweiten Quartal gegenüber dem ersten leicht um 0,6 % ab. Während der Ausstoß in der Industrie um 1,3 % zurückging, folgte beim Baugewerbe dem schwachen ersten Quartal einen Anstieg um 2,4 % im zweiten Quartal. Innerhalb der Industrie meldete der gewichtige Bereich Kfz/Kfz-Teile erneut ein deutliches Minus von 11,2 % gegenüber Vorquartal. Die Produktion im ähnlich gewichtigen Maschinenbau lag 1,3 % unter dem Niveau des ersten Quartals.

Nach der Seitwärtsbewegung im ersten Quartal ist es nun im zweiten Quartal zu einem Rückgang der Industrieproduktion gekommen. Maßgeblich waren Versorgungsengpässe bei Halbleitern vor allem im Automobilbereich, die auch aktuell noch Probleme bereiten. Im Baugewerbe ging die Bremswirkung von einer Knappheit von Bauholz aus, die allerdings bald überwunden sein könnte. Ohnehin liegt der Ausstoß im Baugewerbe weiter auf hohem Niveau. Der Ausblick für die Industriekonjunktur insgesamt bleibt angesichts einer nach wie vor hohen Nachfrage verhalten optimistisch. Auch die Exportaussichten werden von den Unternehmen weiterhin positiv eingeschätzt.

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[1] Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 6. August 2021.
[2] Alle Angaben basieren auf vorläufigen Daten und sind preis-, kalender- und saisonbereinigt (Verfahren X13 JDemetra+).