Schweißer symbolisiert die Entwicklung der Produktion im produzierenden Gewerbe

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Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Produktion im Produzierenden Gewerbe im August im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Prozent gesunken. Die Industrie und das Baugewerbe meldeten Rückgänge von 0,7 Prozent bzw. 0,3 Prozent, während sich die Erzeugung im Energiegewerbe um 6,7 Prozent erhöhte. Ausschlaggebend für den Rückgang in der Industrie war eine starke Drosselung der Produktion im Kfz-Bereich (-12,5 Prozent).

Im Zweimonatsvergleich Juli/August gegenüber Mai/Juni erhöhte sich die Produktion im Produzierenden Gewerbe um 5,8 Prozent. Die Industrie und das Energiegewerbe verzeichneten Zuwächse um 8,1 Prozent bzw. 5,0 Prozent, während die Produktion im Baugewerbe abnahm (-3,4 Prozent). Im Kfz-Bereich kam es hier zu einem kräftigen Zuwachs um 23,8 Prozent.

Nach der Lockerung des harten Lockdowns im April ist seit Mai ein Erholungstrend zu beobachten, auch wenn es im August zu einem leichten Rückgang gekommen ist. In der Industrie lag die Produktion zuletzt bei nahezu 90 Prozent des Vorkrisenniveaus vom vierten Quartal 2019. Die wieder bessere Stimmung in den Unternehmen, die anziehenden Auftragseingänge und die gesunkene Kurzarbeit sprechen dafür, dass sich der Aufholprozess fortsetzt.

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[1] Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 7. Oktober 2020.
[2] Alle Angaben basieren auf vorläufigen Daten und sind preis-, kalender- und saisonbereinigt (Verfahren X13 JDemetra+).