Schweißer symbolisiert die Entwicklung der Produktion im produzierenden Gewerbe

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Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes [1] ist die Produktion im Produzierenden Gewerbe im Dezember im Vergleich zum Vormonat um 3,5 % gesunken. [2] Dabei ging der Ausstoß in der Industrie um 2,9 % und im Baugewerbe infolge einer deutlichen Produktionseinschränkung im Ausbaugewerbe um 8,7 % zurück. Innerhalb der Industrie verringerte sich die Produktion von Konsumgütern um 2,0 % und die von Vorleistungs- und Investitionsgütern um 2,6 % bzw. 3,5 %.

Im vierten Quartal wurde die Produktion im Produzierenden Gewerbe um 1,9 % zurückgefahren. Der Rückgang in der Industrie (-2,3 %) war etwas kräftiger. So sank u.a. der Ausstoß des Maschinenbaus und der Kfz-Industrie (-4,5 % bzw. -4,6 %), während die Bereiche Chemie und Pharma Zuwächse von 0,6 % bzw. 3,9 % verzeichneten. Die Bauproduktion insgesamt nahm um 1,9 % ab, wobei das Bauhauptgewerbe leicht expandierte (+0,2 %), aber das Ausbaugewerbe seine Produktion deutlich einschränkte (-3,9 %).

Die zuletzt schwache Entwicklung der Produktion und der Auftragseingänge deutet darauf hin, dass die Konjunkturschwäche in der Industrie noch nicht überwunden ist. Aufgrund einer hohen Anzahl an Brückentagen im Dezember dürfte der Rückgang der Industrieproduktion allerdings überzeichnet sein. Die verbesserte Stimmung in den Unternehmen spricht dafür, dass sich die Industriekonjunktur in den kommenden Monaten etwas aufhellen wird.

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[1] Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 7. Februar 2020
[2] Alle Angaben basieren auf vorläufigen Daten und sind preis-, kalender- und saisonbereinigt (Verfahren X13 JDemetra+)