Schweißer symbolisiert die Entwicklung der Produktion im produzierenden Gewerbe

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Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes [1] ist die Produktion im Produzierenden Gewerbe im September im Vergleich zum Vormonat um 0,6 % gesunken. [2] Dabei ist die Erzeugung in der Industrie um 1,3 % gefallen, während sich die Produktion im Baugewerbe um 1,8 % erhöhte. Innerhalb der Industrie verzeichneten die Produzenten von Vorleistungs- und Investitionsgütern (-1,3 % bzw. -1,5 %) deutlichere Rückgänge als die Erzeuger von Konsumgütern (-0,5 %).

Für das dritte Quartal ergibt sich ein ähnliches Bild. Der Rückgang der Industrieproduktion (-1,1 %) im Vergleich zum Vorquartal hat sich leicht abgeschwächt. Die Bauproduktion bleibt auf dem Niveau des Vorquartals (0,0 %). Die industrielle Schwächephase ist über die Wirtschaftszweige breit verteilt. Zurückgefahren wurde die Erzeugung in gewichtigen Bereichen wie Chemie (-2,3 %), Metallerzeugnisse (-1,6 %), elektrische Ausrüstungen (-2,2 %), Maschinenbau (-0,8 %) oder Kfz und Kfz-Teile (-2,8 %).

Die Schwäche der Industriekonjunktur ist noch nicht überwunden. Die aktuelle leichte Besserung bei den Auftragseingängen und den Geschäftserwartungen haben den Ausblick auf das vierte Quartal aber ein wenig aufgehellt.

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[1] Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 7. November 2019.
[2] Alle Angaben basieren auf vorläufigen Daten und sind preis-, kalender- und saisonbereinigt (Verfahren X13 JDemetra+).