Schweißer symbolisiert die Entwicklung der Produktion im produzierenden Gewerbe

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Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes [1] ist die Produktion im Produzierenden Gewerbe im Januar im Vergleich zum Vormonat um 0,8 % zurückgegangen. [2] Die Ergebnisse des Vormonats wurden kräftig um 1,2 Indexpunkte nach oben revidiert. Die Industrieproduktion nahm im Januar um 1,2 % ab, wozu insbesondere die Kfz-Industrie beitrug (-9,2 %). Die Produktion im Baugewerbe wurde hingegen um 0,2 % gesteigert.

Im Zweimonatsvergleich Dezember/Januar gegenüber Oktober/November ergab sich eine Einschränkung der Produktion im Produzierenden Gewerbe um 0,3 %. Dabei verzeichneten sowohl die Industrie als auch das Baugewerbe einen Rückgang (-0,4 % bzw. -0,2 %).

Angesichts der gesunkenen Produktion im Januar und der schwachen Frühindikatoren ist weiterhin von einer gedämpften Industriekonjunktur auszugehen. Um einen positiven Beitrag zum gesamtwirtschaftlichen Wachstum im ersten Quartal zu leisten, müsste die Industrieproduktion in den kommenden zwei Monaten um jeweils mindestens 1,1 % zunehmen. Zu dem starken Rückgang der Januarproduktion im Kfz-Bereich trugen allerdings auch Produktionsstillstände aufgrund von Modellwechseln sowie Streiks bei Zulieferern und damit erneut Sondereffekte bei.

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[1] Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 11. März 2019.
[2] Alle Angaben basieren auf vorläufigen Daten und sind preis-, kalender- und saisonbereinigt (Verfahren X13 JDemetra+).