Schweißer symbolisiert die Entwicklung der Produktion im produzierenden Gewerbe

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Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes [1] hat die Produktion im Produzierenden Gewerbe im April im Vergleich zum Vormonat um 1,0 % abgenommen. [2] Während sich die Erzeugung in der Industrie um 1,7 % verringerte, stieg die Bauproduktion kräftig um 3,3 %. Innerhalb der Industrie verzeichneten die Produzenten von Vorleistungs- und Konsumgütern Rückgänge von 2,0 % bzw. 2,1 %. Die Produktion von Investitionsgütern wurde um 1,3 % zurückgefahren.

Im Zweimonatsvergleich März/April gegenüber Januar/Februar ergab sich ein Anstieg der Produktion im Produzierenden Gewerbe von 0,4 %. Während die Industrieproduktion nahezu unverändert blieb (-0,1 %), wurde im Baugewerbe die Produktion um 1,5 % ausgeweitet.

Nach einem moderaten ersten Quartal ist die Produktion im Produzierenden Gewerbe schwach in das zweite Quartal gestartet. Hierbei dürfte ein Brückentage-Effekt - der erste Mai fiel auf einen Dienstag - eine Rolle gespielt haben. Die Industrie verfügt weiter über einen sehr hohen Auftragsbestand, die Auftragseingänge waren aber vier Monate in Folge rückläufig. Die Industriekonjunktur wird daher vermutlich zunächst etwas ruhiger verlaufen. Im Bauhauptgewerbe hat sich die positive Entwicklung demgegenüber zuletzt verstärkt.

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[1] Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts vom 8. Juni 2018.
[2] Alle Angaben basieren auf vorläufigen Daten und sind preis-, kalender- und saisonbereinigt (Verfahren X13 JDemetra+).