Industrieforum 2021 zu Deutschlands Regionen: Basis der nachhaltigen Industrie von morgen

© BMWi / Andreas Mertens

Heute findet das erste virtuelle Industrieforum des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) in Kooperation mit dem Bündnis „Zukunft der Industrie“ unter dem Titel „Deutschlands Regionen: Basis der nachhaltigen Industrie von morgen“ statt. Mit Unterstützung der Service- und Beratungsstelle für regionale Industrieinitiativen soll mit Stakeholdern aus Industrie und Wissenschaft erörtert werden, wie eine zukunftsfähige Industriegesellschaft auf Basis gestärkter Regionen aussehen kann. Drei Themenblöcke stehen dabei im Mittelpunkt der Veranstaltung: Klimaschutz, Bürokratieabbau und Fachkräftequalifizierung sowie die Vision einer zukunftsfähigen und wettbewerbsfähigen Industrielandschaft.

Parlamentarische Staatssekretärin Elisabeth Winkelmeier-Becker: „Unsere Industrie steckt mitten in der Transformation zur Klimaneutralität. Damit gehen spezielle Herausforderungen auch für die Regionen im Land mit jeweils ganz unterschiedlichen Industrieclustern einher. Die Bundesregierung hat bereits verschiedene Maßnahmen ergriffen, um diese Transformation zu unterstützen und die Industrie auch regional angepasst zu stärken. Im Fokus stehen für das Bundeswirtschaftsministerium gute Standortbedingungen überall in Deutschland. Mit dem Industrieforum haben die regionalen Perspektiven heute eine große Bühne bekommen. Durch diesen Austausch kann die Bundesregierung die Regionen auf dem Weg der Nachhaltigkeit und Transformation noch zielgenauer unterstützen.“

Peter Adrian, Präsident des Deutschen Industrie und Handelskammertags (DIHK): „Der Einsatz für eine starke Industrie in den Regionen ist ein Kernanliegen der Industrie- und Handelskammern. Denn die deutsche Industrie ist mit ihren zahlreichen Hidden Champions ein wichtiges Markenzeichen für Made in Germany. Sie leistet damit einen wertvollen Beitrag für den Wohlstand unseres Landes. Ich freue mich daher, dass die beim DIHK angesiedelte Service- und Beratungsstelle zu einer besseren Vernetzung zwischen den Industrieakteuren und einer größeren Akzeptanz für das Industrieland Deutschland beitragen kann.“

Karl Haeusgen, Vizepräsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) und Präsident des VDMA: „Die grüne Transformation braucht Beschleunigung! Das Bündnis ‚Zukunft der Industrie‘ sehe ich dafür als Treiber, als Partner der neuen Bundesregierung und als Motivator für die zügige Umsetzung der vielen richtigen Punkte im Koalitionsvertrag. Unternehmen benötigen Planungs- und Rechtssicherheit bei schnelleren Planungs- und Genehmigungsverfahren. Hier liegt die Stärke des Bündnisses in den Regionen. Die Investitionsneigung der Unternehmen ist hoch. Der Maschinen- und Anlagenbau steht als Lösungsanbieter für die Herausforderungen des nächsten Jahrzehnts bereit.“

Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metal: „Der anstehende Strukturwandel trifft gerade diejenigen Regionen mit Wucht, die Metall: heute noch zu den wachstumsstärksten in Deutschland gehören. Damit hier keine industriellen Wüsten entstehen, setzt sich die IG Metall ein für eine regionale Strukturpolitik, die proaktiv und nachhaltig Industriearbeit in den Regionen sichert, Beschäftigten Perspektiven gibt und gute Arbeit fördert. Uns ist wichtig, dass eine solche regionale Strukturpolitik stets auch Instrumente der Arbeitsmarkt- und Qualifizierungspolitik beinhaltet. Dies verlangt zu allererst Investitionen in den Standorten, in Infrastruktur, gute Rahmenbedingungen,Fachkräftequalifizierung und schnelle Planungsverfahren.“

Das Industrieforum wird in Kooperation mit dem Bündnis „Zukunft der Industrie“ veranstaltet. In ihm arbeiten 17 Partner aus Gewerkschaften, Industrie- und Arbeitgeberverbänden, der Deutschen Industrie und Handelskammer sowie das BMWi seit dem Jahr 2015 zusammen.