Windrad

© BMWi/Holger Vonderlind

In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres hat sich der Markt für Windenergie an Land weiter erholt. So legt nicht nur der Zubau neuer Anlagen zu, sondern auch bei der Anzahl der Genehmigungen für neue Windprojekte hält der Aufwärtstrend an. Die Maßnahmen des Aktionsprogramms des Bundeswirtschaftsministeriums vom Oktober 2019 zur Windenergie an Land zeigen damit wichtige positive Wirkungen.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier: „Das Windaktionsprogramm wirkt und hat den Ausbau der Windenergie an Land wieder angekurbelt. 50% mehr Zubau bei Wind an Land in den ersten neun Monaten 2021 im Vergleich zum Vorjahr sind ein wichtiger Erfolg! Das Windaktionsprogramm hat die Akzeptanz für den Ausbau gestärkt. Wichtige Hebel zur Beschleunigung der Planungs- und Genehmigungsverfahren sind in Bewegung gesetzt. Wir dürfen uns auf diesem Erfolg aber nicht ausruhen, sondern müssen den Ausbau der Erneuerbaren weiter voranbringen. Wir brauchen in den Ländern mehr Flächen für die Windenergienutzung. Und wir brauchen von der Umweltministerkonferenz mehr Klarheit und Einheitlichkeit beim Natur- und Artenschutz.“

Im Jahr 2020 lag die gesamte Leistung aller neuen Genehmigungen bei knapp 3.300 Megawatt. Im Vergleich zum Jahr 2019 war das bereits eine Steigerung um 70 %. Diese positive Entwicklung setzt sich in diesem Jahr fort: In den ersten neun Monaten des Jahres 2021 wurden bereits rund 3.200 Megawatt Genehmigungen erteilt. Auch beim Bau neuer Anlagen ist ein Anstieg von nur 930 Megawatt im Jahr 2019 auf 1.430 Megawatt im Jahr 2020 zu beobachten. Ein Wert, der in diesem Jahr bereits nach den ersten neun Monaten erreicht werden konnte.

Vor dem Hintergrund der steigenden Genehmigungszahlen hat sich auch das Wettbewerbsniveau in den Ausschreibungen bei Wind an Land verstärkt. Die Ausschreibung für Windenergie an Land zum Gebotstermin 1. September 2021 war das erste Mal seit der Dezemberrunde 2020 wieder überzeichnet. Bei einer ausgeschriebenen Menge von 1.492 Megawatt wurden Gebote mit einem Volumen von 1.824 Megawatt eingereicht. Das hatte auch sinkende Gebotswerte zur Folge. Der durchschnittliche Zuschlagswert sank von 5,91 Ct/kWh in der Vorrunde auf nun 5,79 ct/kWh in der September-Ausschreibung.