Bild von Bundesminister Peter Altmaier

© © BMWi / Andreas Mertens

Heute stellt Bundesminister Peter Altmaier die Herbstprojektion der Bundesregierung vor. Laut Herbstprojektion steigt das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2021 um 2,6 %. Im Jahr 2022 sind dann sogar 4,1 % Wachstum möglich, bis sich das Wachstum im Jahr 2023 bei 1,6 % normalisiert.

Dazu Bundeswirtschaftsminister Altmaier: „Die Herbstprojektion zeigt, dass Deutschland nach der Corona-Krise wieder auf dem Wachstumspfad ist. Das umfangreiche Hilfspaket der Bundesregierung hat Wirtschaft und Arbeitsmarkt in der Krise stabilisiert. In diesem Jahr kommt es angesichts der aktuellen Lieferengpässe und weltweit hoher Energiepreise nicht zum erhofften Schlussspurt. In 2022 gewinnt die Wirtschaft deutlich an Fahrt.“

Die konjunkturelle Lage ist zweigeteilt: Einerseits hat sich die Stimmung der Dienstleister durch den Impffortschritt in den letzten Monat stark verbessert. Der private Konsum ist im Moment die Triebfeder der wirtschaftlichen Erholung. Andererseits leidet das Verarbeitende Gewerbe angesichts der nach dem Corona-Krisenjahr 2020 weltweit anziehenden Konjunktur unter einer historisch einmaligen Knappheit an Vorleistungsgütern. Das bremst die Industriekonjunktur insbesondere im dritten und vierten Quartal 2021 aus. Die Nachfrage nach deutschen Produkten auf den Weltmärkten bleibt aber nach wie vor hoch. Wenn sich die Lieferengpässe schrittweise auflösen, kommt es in 2022 zu deutlichen Aufholeffekten.

Die Lieferengpässe und die zuletzt weltweit stark gestiegenen Energiepreise haben zu einem Anstieg der Inflationsrate geführt. Die Bundesregierung geht davon aus, dass die Inflationsrate bereits zum Jahreswechsel 2021/22 wieder ein deutlich niedrigeres Niveau erreicht, da dann Sonderfaktoren, wie der Basiseffekt der befristeten Senkung der Umsatzsteuersätze, im zweiten Halbjahr 2020 wegfallen. In der Herbstprojektion erwartet die Bundesregierung Inflationsraten von 3,0 % im Jahr 2021, 2,2 % im Jahr 2022 und 1,7 % im Jahr 2023.