Industrielle Bioökonomie

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Bundeswirtschaftsminister Altmaier hat heute beim dritten Minister-Workshop im Bereich der industriellen Bioökonomie die große Bedeutung betont, die der industriellen Bioökonomie auf dem Weg zur Klimaneutralität zukommen kann.

Altmaier: „Wir wollen Deutschland zum Leitmarkt und Technologieführer der industriellen Bioöknomie machen. Das stärkt den Industriestandort Deutschland und hilft uns auf dem Weg zur Klimaneuralität. Es wird bereits erfolgreich in Laboren an Ideen für neue Technologien geforscht. Nun gilt es, die zweite Phase der industriellen Bioökonomie einzuläuten: Laborerprobte bioökonomische Produkte und Verfahren müssen künftig schneller aus dem Labor in die industrielle Anwendung gelangen. Hier setzen wir mit unserer Förderung an.“

Minister Altmaier überreichte beim Workshop die ersten beiden Förderzusagen im Rahmen des Förderprogramms industrielle Bioökonomie an die Mushlabs GmbH und die Technische Universität Hamburg-Harburg sowie die Algoliner GmbH & Co. KG

Das erste Projekt zeigt, wie man Klima und Umwelt schützen kann, ohne auf Fleischgeschmack zu verzichten. Aus Pilzmyzelien werden dazu Fleischersatzprodukte hergestellt. Das zweite Projekt nutzt CO2 direkt, zunächst aus Biogasanlagen, um damit Algen zu kultivieren. Gelänge es, Anlagen zur Kultivierung von Algen großflächig in industrielle Produktionsprozesse zu integrieren, wäre damit ein großer Beitrag zum Klimaschutz der Industrie verbunden.

Die zweite Auschreibungsrunde für weitere Förderprojekte läuft noch bis zum 30. Juni. Den Förderaufruf finden Sie hier.

Die Dialogplattform mit ihren Vertretern und Vertreterinnen von Unternehmen, Verbänden und öffentlicher Hand hat zudem ein neues Leitbild mit Handlungsempfehlungen zur industriellen Bioökonomie verabschiedet. Die Handlungsempfehlungen beziehen sich auf strategische Perspektiven, Förderung Finanzierung, verlässliche langfristige Rahmenbedingungen, Internationalisierung und Kommunikation.

Das Leitbild finden Sie hier.

Die Dialogplattform Industrielle Bioökonomie wurde im Jahr 2018 anlässlich eines Workshops im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gegründet. Sie besteht aus Vertreterinnen und Vertretern aus Industrie, Verbänden, Wissenschaft, Gewerkschaft und Bundes- sowie Landesministerien und arbeitet in vier Arbeitsgruppen.