Roboterarme mit Icons

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Am heutigen Dienstag traf sich die Leitung der Plattform Industrie 4.0 im Rahmen der Hannover-Messe zu einer virtuellen Sitzung. Der Plattform gehören Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Verbänden, Wissenschaft und Gewerkschaft an. Geleitet wurde die Sitzung vom Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Dr. Ulrich Nußbaum und dem Parlamentarischen Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Dr. Michael Meister.

Zehn Jahre, nachdem der Begriff „Industrie 4.0“ an selber Stelle geboren wurde, nutzte das Gremium dieses Jubiläum, um den Stand der Umsetzung von Industrie 4.0 zu prüfen und strategische Ziele für die nächsten Jahre festzulegen. So will die Plattform Industrie 4.0 den internationalen Datenraum für Industrie 4.0-Anwendungen mit ihrem starken Netzwerk und in enger Zusammenarbeit mit dem GAIA-X Projekt zügig vorantreiben. Aufbauend auf diesen Datenraum soll zudem die Entwicklung von Konzepten für eine nachhaltige, CO2-neutrale Produktion vorangetrieben werden.

Staatssekretär Ulrich Nußbaum erklärt:

„Wir müssen jetzt konsequent den Weg zu einer digitalisierten und datengetriebenen Wirtschaft einschlagen. Hierfür müssen wir das Innovationspotenzial Deutschlands und Europas auf die Straße bringen. Wir tun alles, um diese Prozesse zu beschleunigen. GAIA-X hilft der Umsetzung von Industrie 4.0. Mit dem geplanten IPCEI Industrial Cloud werden wir eine hochmoderne hochleistungs- und echtzeitfähige Cloud-Edge-Infrastruktur schaffen, die der Industrie völlig neue Möglichkeiten eröffnen wird. Im Förderprogramm Zukunftsinvestitionen für die Fahrzeugindustrie investieren wir bis Ende 2024 bis zu 1,5 Mrd. Euro zum Ausrollen auch von Industrie 4.0 in die Breite.“

Der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Michael Meister, führt aus:

Industrie 4.0 zeigt, was gelingen kann, wenn Politik, Forschung, Wirtschaftspraxis und Sozialpartnerschaft vertrauensvoll zusammenarbeiten. Wir haben damit einen weltweiten Trend gesetzt und sind auch bei der Umsetzung den internationalen Wettbewerbern voraus. Auch heute ist die Plattform ein Treiber für die Weiterentwicklung von Industrie 4.0, insbesondere in Bezug auf den Datenaustausch in der Wirtschaft, datenbasierte Geschäftsmodelle sowie eine nachhaltige und CO2- neutrale Produktion. GAIA-X ist dafür ein zentrales Beispiel. Auch bei der Ausgestaltung des neuen Forschungsprogramms „Zukunft der Wertschöpfung“ ist die Plattform ein wichtiger Impulsgeber.“

Hintergrund:

Die Plattform Industrie 4.0 ist das zentrale Netzwerk in Deutschland, um die digitale Transformation in der Produktion voranzubringen. Im Schulterschluss zwischen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Gewerkschaften und Verbänden sind über 350 Akteure aus mehr als 150 Organisationen in der Plattform aktiv. Die Plattform als eines der größten internationalen und nationalen Netzwerke unterstützt deutsche Unternehmen dabei, Industrie 4.0 zu implementieren, insbesondere indem sie existierende Industrie 4.0- Praxisbeispiele bei Unternehmen bekannt macht und in die Fläche trägt. Zudem gibt sie mit konkreten Handlungsempfehlungen in über 200 Fachpublikationen wichtige Impulse und verweist auf Unterstützungsangebote und Testumgebungen. Die zahlreichen internationalen Kooperationen der Plattform unterstreichen ihre starke Rolle in den internationalen Diskussionen rund um das Thema Industrie 4.0.

Durch die Pionierarbeiten Deutschlands auf dem Feld der Industrie 4.0 ist es gelungen, Deutschland als Leitanbieter und -anwender von Industrie 4.0-Produkten und -Leistungen zu etablieren. Dadurch ist die deutsche, aber auch europäische Industrie widerstandsfähiger und wettbewerbsfähiger geworden.

Um diese Position zu sichern, wird die Plattform Industrie 4.0 jetzt den internationalen Datenraum für Industrie 4.0-Anwendungen mit ihrem starken Netzwerk und in enger Zusammenarbeit mit dem GAIA-X Projekt zügig vorantreiben. Aufbauend auf diesen Datenraum soll zudem die Entwicklung von Konzepten für eine nachhaltige, CO2-neutraler Produktion vorangetrieben werden.