Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und der kanadische Umweltminister unterzeichnen die Gründung einer Energiepartnerschaft.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und der kanadische Umweltminister unterzeichnen die Gründung einer Energiepartnerschaft.

© BMWi/Andreas Mertens

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier unterzeichnet heute mit seinem kanadischen Amtskollegen Seamus O’Regan die Gründung einer Energiepartnerschaft.

Mit der deutsch-kanadischen Energiepartnerschaft (PDF, 228 KB) sollen Lösungen erarbeitet werden, um die Herausforderungen der Klimawende zu meistern. Deutschland und Kanada teilen große Gemeinsamkeiten bei der Klima- und Energiepolitik. So haben sich beide Länder verpflichtet, Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen.

Bundesminister Peter Altmaier: „Deutschland und Kanada bekennen sich beide zu einer ambitionierten Energiewende: Wir werden beide aus der Kohleverstromung aussteigen, die Produktion und Anwendung von Wasserstoff hochfahren, vermehrt auf CO2-Bepreisung setzen und in den nächsten Jahren die Energieeffizienz weiter steigern. Vor allem im Wasserstoffbereich sehe ich große Chancen für die Zusammenarbeit.“

Seamus O’Regan, kanadischer Umweltminister: „Keine Demokratie der Welt besitzt den gleichen Reichtum an natürlichen Ressourcen wie Kanada. Neue internationale Energiepartnerschaften wie diese mit Deutschland werden uns dabei helfen, Emissionen weltweit zu senken. Kanada und Deutschland sind beide bestrebt, aus der Kohle auszusteigen, die Wasserstoffproduktion hochzufahren und Umweltverschmutzung zu bepreisen. So wollen wir Netto-Null-Emissionen bis 2050 erreichen, eine Wirtschaft, die weiterhin gute Arbeitsplätze schafft, sowie eine emissionsarme Zukunft, die keinen Arbeitnehmer zurücklässt.“

Schwerpunkte der Partnerschaft sind die Integration von erneuerbaren Energien, Versorgungssicherheit, technologische Innovationen und eine Zusammenarbeit vor allem beim Zukunftsthema Wasserstoff.

Die Erzeugungskapazitäten für grünen Wasserstoff in Deutschland werden stark ausgebaut. In Zukunft wird ein großer Teil des Wasserstoffbedarfs aber auch importiert werden.

Kanada will bis 2050 einer der drei weltweit größten Produzenten von Wasserstoff werden und signifikante Mengen exportieren.

Über die Energiepartnerschaft soll auch die Kooperation zwischen deutschen und kanadischen Unternehmen verstärkt werden.

Die Energiepartnerschaft wird auf Staatssekretärsebene gesteuert. Diese werden sich im Mai zum ersten Mal treffen, um einen konkreten Arbeitsplan für die Energiepartnerschaft zu erarbeiten.