Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier

© BMWi/Andreas Mertens

Heute fand auf Einladung von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier das Spitzengespräch mit den Partnern des Bündnisses „Zukunft der Industrie“ statt.

Die Vertreterinnen und Vertreter der Verbände und Gewerkschaften haben sich über die Situation und die aktuellen Herausforderungen der deutschen Industrie mit Bundesminister Altmaier ausgetauscht. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich einig, dass die Corona-Wirtschaftshilfen für die Stabilisierung der deutschen Industrie von hoher Bedeutung sind. Betont wurde das gemeinsame Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit der Industrieunternehmen durch zielgerichtete Maßnahmen zu erhalten und nachhaltig zu stärken und den Industriestandort Deutschland zukunftsfähig zu gestalten.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier: „Das Bündnis ‚Zukunft der Industrie‘ ist seit nunmehr sechs Jahren eine starke Plattform für den industriepolitischen Zukunftsdialog und in der aktuellen Corona-Krise wichtiger denn je. Die Industrie ist mit ihrer hohen Innovationstätigkeit entscheidender Akteur, um die wirtschaftliche Krise zu überwinden und digitale und grüne Transformation sowie die wirtschaftliche Erholung nach der Corona-Krise erfolgreich zu gestalten. Ich freue mich darauf, auch in Zukunft gemeinsam mit den 15 Mitgliedsverbänden des Bündnisses ‚Zukunft der Industrie‘ für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft einzutreten.“

Prof. Siegfried Russwurm, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI): „Die Industrie erweist sich in der Corona-Krise als Stabilitätsanker und Innovationstreiber der deutschen Wirtschaft. Angesichts des hohen Bedarfs für zusätzliche Investitionen in Klimaschutz, Digitalisierung und neue Technologien ist es höchste Zeit, dass die Politik die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandortes verbessert. Jetzt braucht es zielgerichtete Wachstumsimpulse, Investitionen für Innovationen und eine konkurrenzfähige Energie- und Steuerpolitik. Es ist gut, dass Politik, Gewerkschaften und Wirtschaftsverbände für diese Ziele im Bündnis Zukunft der Industrie eng zusammenarbeiten.“

Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metall: „Die Corona-Pandemie hat den Triebkräften der Transformation neue Wucht gegeben. Die gleichzeitige Bewältigung von Pandemie und Strukturwandel eröffnet bei allem daraus entstehenden Druck auch neue Chancen für den Industriestandort Deutschland. Hierzu braucht es gemeinsame Leitlinien für das Handeln von Unternehmen und Politik, von Wirtschaft und Gewerkschaften. Diese müssen sich immer wieder neu ausrichten an sozialen, ökologischen und ökonomischen Perspektiven für Beschäftigte, Industrie und Gesellschaft. Das Bündnis „Zukunft der Industrie“ wurde vor sechs Jahren auch auf Initiative der IG Metall gegründet. Es ist ein wichtiger Ort, um diese Leitlinien zu identifizieren und gemeinsam zu gestalten. Die Pandemie hat das noch weiter in den Vordergrund gerückt. Wir müssen die Transformation bewältigen, lenken und dabei nie aus den Augen verlieren, dass die Weichen für den Umstieg auf nachhaltige Technologien und Wertschöpfungsketten jetzt zu stellen sind. Dafür setzen wir uns als IG Metall ein, dafür setzt sich das Bündnis ein, wir gehen dies mit gemeinsamer Anstrengung an.“

Das Bündnis „Zukunft der Industrie“ existiert seit sechs Jahren; seit März 2015 arbeiten im Bündnis 16 Partner aus Gewerkschaften, Wirtschafts- und Arbeitgeberverbänden, dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag sowie dem BMWi zusammen. Das Spitzengespräch des Bündnisses findet einmal pro Jahr statt.

Gemeinsame Ziele des Bündnisses sind, den Industriestandort Deutschland zukunftsfähig zu gestalten, die Beschäftigung in der Industrie zu erhalten und weiterzuentwickeln, die Industrieakzeptanz zu steigern und die industrielle Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu stärken. Das Bündnis ist ein zentrales Dialoggremium für industriepolitische Fragestellungen.