Modedesignerin arbeitet am Computer

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Die gestern veröffentlichte Studie „Status Deutscher Mode“ (PDF, 4 MB) untersucht die deutsche Modebranche erstmals systematisch in ihrer Funktion als Querschnittsindustrie und betrachtet dabei sämtliche Teilbranchen und ihre gesamte Wertschöpfung.

Die Stärken der deutschen Modeindustrie liegen demnach vor allem in der Textilentwicklung, aber auch in den Bereichen Nachhaltigkeit, Technologie und Innovation. Die Studie zeigt, dass Mode „Made in Germany“ international für Qualität steht und deutsche Modeunternehmen als besonders zuverlässige Partner gelten.

Parlamentarische Staatssekretärin Elisabeth Winkelmeier-Becker: „Die Studie zeigt erstmals systematisch das hohe Wirtschafts- und Innovationspotenzial der deutschen Modebranche für den Standort Deutschland auf. Sie zeigt die Bedeutung, die die Kreativwirtschaft für die Wertschöpfungsketten der Modeindustrie im Speziellen und der deutschen Wirtschaft im Allgemeinen hat. Die Studie wirft ein Licht auf wichtige wirtschaftliche Zusammenhänge an den Schnittstellen von Design, Technologie und Nachhaltigkeit, die für die innovative deutsche Wirtschaft in Zukunft noch an Bedeutung gewinnen werden. Besonders erfreulich ist, dass die Strahlkraft der international tätigen deutschen Modeunternehmen groß ist und „Made in Germany“ auch in der internationalen Modewelt ein sehr hohes Ansehen genießt.“

Gemäß der Studie betrug die Wertschöpfung der deutschen Modeindustrie 2019 circa 66 Milliarden Euro. 1,3 Millionen Menschen waren in der Modebranche beschäftigt. Besonderes Potenzial für deutsche Modeunternehmen sehen die Autoren in innovativen Bereichen wie FashionTech und nachhaltiger Mode, die an den Schnittstellen von Kreativ- und Digitalwirtschaft, Modedesign, Bekleidungsindustrie und Materialforschung liegen.

Die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderte Studie wurde vom Fashion Council Germany veröffentlicht und in einer digitalen Veranstaltung während der Berlin Fashion Week präsentiert und diskutiert. Erarbeitet wurde sie vom Institut Oxford Economics im Auftrag des Fashion Council Germany.

Im Sinne einer Anschubfinanzierung fördert das BMWi auch weitere Studien zu ausgewählten Teilbranchen der Kultur- und Kreativwirtschaft, die ein besonders hohes sektorübergreifendes Wirtschafts- und Innovationspotenzial aufweisen, darunter Studien zur Musikindustrie und zur Filmwirtschaft.