Flaggen der Europäischen Union

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Am 4. Mai erörterte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier mit dem kroatischen Minister für Wirtschaft, Unternehmertum und Handwerk, Darko Horvat, die aktuellen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen und auf die weitere Gestaltung der kroatischen und deutschen EU-Ratspräsidentschaft. Er dankte der kroatischen EU-Ratspräsidentschaft für ihr Krisenmanagement und ihre Anstrengungen, die Funktionsfähigkeit der EU aufrechtzuerhalten. Man zöge bei der Stärkung von Zusammenhalt und Solidarität der EU-Mitgliedstaaten an einem Strang.

Bundeswirtschaftsminister Altmaier: „In unseren aufeinanderfolgenden EU-Ratspräsidentschaften setzen wir klare Prioritäten, um die wirtschaftlichen und finanziellen Folgen der Krise erfolgreich zu bewältigen. Deutschland und Kroatien stimmen sich fortlaufend und eng ab, um wichtige EU-Dossiers weiter voranzutreiben. Es gilt, Lehren aus der Krise zu ziehen sowie Wettbewerbsfähigkeit, Innovationskraft und Resilienz der europäischen Wirtschaft nachhaltig und zukunftsorientiert zu sichern und zu verbessern.“

Kroatien hat als jüngstes EU-Mitglied seit Januar 2020 zum ersten Mal die Ratspräsidentschaft inne. Mit Deutschland, das im Juli die EU-Ratspräsidentschaft übernimmt, gibt es seitdem einen engen Austausch. Eine enge Abstimmung beider Staaten ist mit Blick auf die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Programmplanungen der Ratspräsidentschaften wichtiger denn je. Bundeswirtschaftsminister Altmaier reiste bereits im Oktober 2019 nach Kroatien und traf dort neben Wirtschaftsminister Horvat und anderen Amtskollegen auch Ministerpräsident Plenkovic.

Deutschland ist Kroatiens wichtigster Partner in der EU. Die traditionell guten und engen Beziehungen beider Länder spiegeln sich auch in den Handelszahlen wider. Seit dem EU-Beitritt Kroatiens 2013 konnten Deutschland und Kroatien ihren bilateralen Handel verdoppeln: von 2,86 Mrd. Euro im Jahr 2013 auf aktuell 5,52 Mrd. Euro.