Am 28. April 2020 tauschte sich Bundeswirtschaftsminister Altmaier mit dem italienischen Minister für wirtschaftliche Entwicklung, Stefano Patuanelli, und der spanischen Ministerin für Industrie und Handel, María Reyes Maroto, zu wirtschaftlichen Auswirkungen und Maßnahmen im Kontext der Covid-19-Pandemie sowie zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft aus. Italien und Spanien sind wichtige Partner in der EU, deren Wertschöpfungsketten eng mit Deutschland verflochten sind. Beide Länder sind besonders stark von der Covid-19-Pandemie betroffen. Bundesminister Altmaier setzt daher auf eine enge Abstimmung bei der Bewältigung der Pandemie und ihrer wirtschaftlichen Folgen.

Bundesminister Altmaier: „Es ist wichtig, dass wir in der EU solidarisch und gemeinsam handeln, damit unsere Wirtschaft gestärkt aus der Krise hervorgeht. Hierfür müssen wir uns eng mit unseren europäischen Partnern über die erforderlichen Schritte und Maßnahmen abstimmen. Wir alle brauchen funktionierende Lieferketten, daher setze ich mich für einen starken EU-Binnenmarkt ein. Unsere industriepolitischen Kooperationen mit Italien und Spanien wollen wir gezielt weiterentwickeln.“

Die Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Pandemie wird auch ein zentrales Thema der deutschen EU-Ratspräsidentschaft sein. Ziel ist es, den Wirtschaftsstandort EU zu neuer Stärke zu führen, indem wir seine Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft weiter verbessern und die europäischen Handelsbeziehungen mit Drittstaaten weiter ausbauen. Wir wollen offene Märkte erhalten und faire Wettbewerbsbedingungen schaffen sowie die europäische digitale und technologische Souveränität ausbauen. Auch und gerade beim Aufbau von Wertschöpfungsketten für medizinische Schutzausrüstungen, Testausstattungen und Wirkstoffe in Europa streben wir eine enge Abstimmung mit den EU-Mitgliedstaaten an.

Nach vorläufigen Zahlen stand Italien für Deutschland 2019 auf Rang 5 der Handelspartner mit einem Handelsvolumen von 125,20 Milliarden Euro (Import: 57,09 Milliarden Euro, Export: 68,10 Milliarden Euro). Für Italien ist Deutschland mit Abstand der wichtigste Handelspartner.

Spanien stand für Deutschland 2019 mit einem Volumen von 77,5 Milliarden Euro auf Rang 12 der Handelspartner (Import: 33,22 Milliarden Euro, Export: 44,3 Milliarden Euro). Für Spanien war Deutschland 2019 zweitwichtigster Handelspartner nach Frankreich.