Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (links) mit BDI-Präsident Dieter Kempf (rechts o.), HDE-Präsident Josef Sanktjohanser (rechts m.) und DIHK-Präsident Eric Schweitzer (rechts u.).

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (links) mit BDI-Präsident Dieter Kempf (rechts o.), HDE-Präsident Josef Sanktjohanser (rechts m.) und DIHK-Präsident Eric Schweitzer (rechts u.).

© BMWi

Bundeswirtschaftsminister Altmaier hat heute mit Vertreterinnen und Vertretern von 29 Wirtschaftsverbänden in einer Videokonferenz über die aktuelle wirtschaftliche Lage in den Unternehmen und Branchen diskutiert. Neben den Präsidenten der Spitzenverbände nahmen an der Videokonferenz auch die Präsidentinnen und Präsidenten der Verbände des Mittelstands, der Familienunternehmen und der Freien Berufe sowie der Branchen Handel, Logistik, Gastgewerbe und Tourismus, die von der Corona-Krise besonders betroffen sind, teil.

Schwerpunkte der Gespräche waren die Hilfsmaßnahmen zur Liquiditätssicherung der Unternehmen sowie die am vergangenen Mittwoch von den Regierungschefs der Länder beschlossenen Lockerungen von den Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Zur Begleitung des Wieder-Hochfahrens der Wirtschaft verständigten sich Bundeswirtschaftsminister Altmaier und die Verbände weiter eng in Kontakt zu bleiben.

Bundeswirtschaftsminister Altmaier:

„Es geht jetzt darum, gemeinsam mit der Wirtschaft Maßnahmen zu besprechen, die - sobald es gesundheitspolitisch möglich ist - weitere Lockerungen ermöglichen. Mir ist es dabei wichtig, zu betonen: Es geht nicht um ein Gegeneinander von Wirtschaft und Gesundheitsschutz, sondern um eine lagespezifische Anpassung und Fortentwicklung der Schutzmaßnahmen im Einklang mit wirtschaftlichen Notwendigkeiten. Auch müssen wir mit den Verbänden über ein Fitnessprogramm sprechen, das neben Sofortmaßnahmen Maßnahmen für strukturelle Verbesserungen der Wettbewerbsfähigkeit enthält.“

Dr. Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK):

„Wir müssen jetzt einen realitätstauglichen Fahrplan in Richtung Normalität entwickeln. Das können Politik und Wirtschaft nur gemeinsam tun. Ich will ausdrücklich betonen, dass ich das ehrliche Ringen in der Politik um die richtigen Schritte sehe. Aber wir müssen jetzt schnell konkret werden. Auch wenn wir vielleicht nicht für alles und jeden ein festes Datum nennen können; unsere Betriebe brauchen einen Pfad, der nach vorne zeigt. Sie brauchen das für sich selbst, aber auch für die Arbeitnehmer, für die Liefer- und Kundenbeziehungen sowie für Geldgeber.“

Prof. Dieter Kempf, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e. V. (BDI):

„Der wirtschaftliche Wiedereintritt des Industrielandes Deutschland muss sitzen. Ein erneuter Shutdown hätte unabsehbare Folgen für das Land. Die deutsche Industrie begrüßt die Initiative des Bundeswirtschaftsministers für einen Dialog mit der Wirtschaft. Die Bundesregierung sollte bereits jetzt die mittel- und langfristigen Folgen stärker als bislang in den Blick nehmen. Eine Erholung hin zum Niveau der wirtschaftlichen Aktivität vor der Krise wird gesamtwirtschaftlich wohl frühestens im kommenden Jahr, möglicherweise sogar erst im übernächsten Jahr machbar sein.“

Josef Sanktjohanser, Präsident Handelsverband Deutschland (HDE):

„Der von den staatlich verfügten Ladenschließungen betroffene Einzelhandel leidet besonders schwer unter der Coronakrise, viele Unternehmen kämpfen um ihre Existenz. Es ist gut, dass die Bundesregierung schnell entsprechende Soforthilfen für kleine Unternehmen und Kreditprogramme umgesetzt hat. Diese Finanzierungshilfen des Bundes und der Länder gilt es noch zu schärfen und einen Teil der verloren gegangenen Umsätze durch Direkthilfen auszugleichen.“