Europäische Flaggen wehen vor dem Europäischen Parlament in Brüssel

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Die Europäische Union verlängert die bestehenden Handelserleichterungen für die Staaten des Westbalkans. Dabei handelt es sich um die Staaten Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Nordmazedonien, Montenegro und Serbien.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier: „Die Verlängerung der bestehenden Handelserleichterungen mit den Westbalkan-Ländern ist ein wichtiges Signal der Solidarität und in Zeiten der Corona-Pandemie wichtiger denn je. Die EU unterhält enge, partnerschaftliche Beziehungen zu den Westbalkan-Ländern und ist mit einem Anteil von 72 Prozent am Gesamthandel der wichtigste Wirtschaftspartner der Region. Deutschland ist in vielen Westbalkanstaaten der wichtigste Handelspartner. Umso mehr freut es mich, dass uns im Zuge der deutschen EU-Ratspräsidentschaft eine nahtlose Verlängerung der Maßnahmen gelungen ist.“

Vertreter der deutschen EU-Ratspräsidentschaft und des Europäischen Parlaments verlängern mit der Unterzeichnung die geltende Verordnung zu Handelserleichterung (sog. Handelspräferenzen) der Europäischen Union für Länder des Westlichen Balkans. Die in der Verordnung vorgesehenen autonomen Handelsmaßnahmen regeln den erleichterten Zugang zum Unionsmarkt für Waren mit Ursprung in den am Stabilisierungs- und Assoziierungsprozess teilnehmenden Staaten des Westbalkans (Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Nordmazedonien, Montenegro und Serbien). Diese Erleichterungen ermöglichen es, die normalerweise auf Obst und Gemüse angewandten spezifischen Zölle auszusetzen und den Zugang zum globalen Zollkontingent für Wein zu gewährleisten, nachdem die jeweiligen Länderkontingente für Wein ausgeschöpft wurden. Ohne die Verlängerung würden die aktuell geltenden Handelserleichterungen zum 31. Dezember 2020 auslaufen.