Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (rechts) und sein französischer Amtskollege Bruno Le Maire (links).

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (rechts) und sein französischer Amtskollege Bruno Le Maire (links).

© BMWi/Andreas Mertens

Die Minister Altmaier und Le Maire haben bei ihrem gestrigen Gespräch in Berlin Themen der europäischen Weltraumpolitik erörtert. Sie waren sich darüber einig, dass die Weltraumwirtschaft mit den Bereichen Industrie und Dienstleistungen entscheidend für die europäische Wettbewerbsfähigkeit ist und eine Voraussetzung für strategische Fähigkeiten darstellt. Der unabhängige Zugang Europas zum All auf der Grundlage eines technologieoffenen Ansatzes der europäischen Unternehmen muss aufrechterhalten und gestärkt werden.

Aus diesem Grund sind Deutschland und Frankreich entschlossen dazu, das Projekt Ariane 6 erfolgreich abzuschließen und rufen gleichzeitig die Industrie dazu auf, Potenziale für Effizienzsteigerungen und eine bessere Wettbewerbsfähigkeit zu erschließen. Darüber hinaus sind eine Weiterentwicklung von Mikroträgerraketen und ihre industrielle Umsetzung entscheidend. Die Zusammenarbeit europäischer Unternehmen in diesem Bereich muss marktgetrieben verlaufen. Frankreich und Deutschland werden die Zusammenarbeit auf diesem Gebiet fördern.

Beide Minister sind sich einig, dass die europäische Weltraumwirtschaft ihre Innovationskraft auf hohem Niveau aufrecht erhalten muss. Dies bedeutet neben öffentlicher Förderung und einem Bekenntnis zum Sektor auch eine Steigerung der privatwirtschaftlichen Finanzierung für Weltraumaktivitäten.

Die Minister haben die Einsetzung einer hochrangigen Arbeitsgruppe beschlossen. Sie soll Wege zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit, der marktgetriebenen Aktivitäten sowie der Effizienz erarbeiten. Die Zukunft europäischer Trägersysteme soll dabei im Zentrum stehen. Des Weiteren soll die Gruppe einen Beitrag zur Erzielung europäischer Positionen in der Weltraumpolitik leisten, um so die bedeutende Rolle Europas bei der Entwicklung des rechtlichen Rahmens aufrecht zu erhalten und weiter zu entwickeln. Die Gruppe ist aufgefordert, auf der Grundlage analytischer Arbeiten bis Mitte 2021 einen Bericht mit politischen Empfehlungen vorzulegen.