Bild aus der ISS symbolisch für die Schlüsseltechnologie Raumfahrt; Quelle: ESA/NASA

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Die weltweite Raumfahrtwirtschaft hat sich in den letzten Jahren sehr dynamisch entwickelt. Um diese Dynamik auch in Europa weiter zu fördern hat der EU-ESA Weltraumrat am 20. November 2020 „Richtungsvorgaben für den europäischen Beitrag zur Festlegung wesentlicher Grundsätze für die globale Weltraumwirtschaft" verabschiedet. Die Beschlüsse, die von den beiden für die europäische Raumfahrt wichtigsten Institutionen, EU und ESA gemeinsam getroffen wurden, sollen eine Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg der europäischen Raumfahrtindustrie bieten. Die europäischen Flaggschiffprogramme Galileo und Copernicus liefern mit ihren herausragenden Navigations- und Erdbeobachtungdaten einen wichtigen Baustein dafür.

Thomas Jarzombek, Koordinator der Bundesregierung für Luft- und Raumfahrt betont: In Deutschland und Europa wächst eine echte New-Space-Industrie heran. Für das weitere privatwirtschaftliche Wachstum braucht es verlässliche Rahmenbedingungen und ein "level-playing-field" in Europa und der Welt. Das haben wir im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft in den Mittelpunkt gestellt. Für uns ist es wichtig, dass alle Akteure in Europa an einem Strang ziehen, um neue Regeln zu verabreden. Hunderte neue Satelliten werden bald um die Erde kreisen, dafür muss dringend ein Rahmen zur nachhaltigen Nutzung des globalen Gutes Weltraum und verbindliche Verkehrsregeln zur Verhinderung von fatalen Zusammenstößen."

Wie die einzelnen Beschlüsse des EU-ESA Weltraumrates umgesetzt werden können, wie das EU-Raumfahrtprogramm in Zukunft ausgestaltet wird und wie Nutzer von den neuen Möglichkeiten profitieren wird auf der „European Space Week“ diskutiert. Das Event wird gemeinsam von der EU-Kommission und der deutschen EU-Ratspräsidentschaft organisiert und findet virtuell vom 7. bis 11. Dezember 2020 statt. Weitere Informationen finden Sie hier.