Offshorepark zu Netzanbindung für Windenergieanlagen auf See; Quelle: iStock.com/Dieter Beselt

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Die Europäische Kommission hat heute eine Strategie zum künftigen Ausbau der erneuerbaren Energien auf See vorgelegt. Sie zeigt darin auf, wie das Potenzial der Erneuerbaren Energien auf See in Europa genutzt werden kann, um Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier dazu: „Offshore-Wind und grenzüberschreitende Projekte können eine zentrale Rolle spielen auf dem Weg zu einem klimaneutralen Europa und sind deshalb auch ein Schwerpunkt der deutschen Ratspräsidentschaft. Ich begrüße, dass die EU-Kommission die Rahmenbedingungen für Offshore-Wind-Projekte und insbesondere auch für grenzüberschreitende Projekte verbessern will. Wir brauchen hier insbesondere Regelungen, die sicherstellen, dass der Windstrom aus diesen grenzüberschreitenden Projekten effektiv in den Markt integriert und abtransportiert werden kann. Hier liegt noch einiges an Arbeit vor uns. Die heute von der EU-Kommission vorgelegte Offshore-Strategie ist ein guter Startschuss für die weitere Diskussion.“

Die Europäische Kommission schätzt in ihrer Strategie, dass bis 2050 300 GW an Offshore-Windenergieanlagen und 40 GW an anderen Offshore-Erneuerbaren-Technologien in europäischen Gewässern installiert sein müssten, um das Ziel einer klimaneutralen EU im Jahr 2050 zu erreichen. Vor diesem Hintergrund kündigt die Europäische Kommission eine Reihe von Maßnahmen an, mit denen sie den Ausbau voranbringen möchte. Angedacht sind zum Beispiel eine bessere Koordinierung der Mitgliedstaaten bei der Planung von Flächen und Netzen für Offshore-Wind, die Förderung von Forschung und Entwicklung und der Aufbau von europäischen Wertschöpfungsketten und eine bessere Kosten-Nutzenverteilung bei grenzüberschreitenden Projekten.

Die Offshore-Strategie greift auch viele Elemente auf, die im Juli 2020 in der Erklärung der Minister der Nordsee-Energiekooperation und der EU-Kommissarin für Energie gefordert wurden. Auch unter deutscher Ratspräsidentschaft wird derzeit darüber diskutiert, mit welchen Maßnahmen die Kooperation bei Offshore-Erneuerbaren vorangebracht werden kann.

Die Kommissionsstrategie bildet die politische Basis für die weiteren Beratungen und konkrete Leitlinien, Maßnahmen und Gesetzesinitiativen, welche in den nächsten Jahren vorgeschlagen und mit den Mitgliedstaaten diskutiert und verhandelt werden.