Bundesminister Peter Altmaier eröffnet die digitale Industriekonferenz 2020

Bundesminister Peter Altmaier eröffnet die digitale Industriekonferenz 2020

© BMWi/Andreas Mertens

Auf der heutigen virtuellen Industriekonferenz 2020 diskutiert Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier mit der Branche über die aktuellen Herausforderungen für die Industrie und die Chancen, die sich aus dem Umbau hin zu einer digitalen und klimaneutralen Wirtschaft ergeben. In einer heute vom Bündnis Zukunft der Industrie verabschiedeten Gemeinsamen Erklärung des Bündnisses benennen die Sozialpartner und das BMWi ihre Positionen zu wichtigen Herausforderungen und Zukunftsfragen der Industrie. Das gemeinsame Ziel ist es, Wachstum, Wohlstand und Arbeitsplätze in Deutschland zu erhalten und auszubauen.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier dazu: „Die Corona-Pandemie und ihre wirtschaftlichen Folgen bedeuten einen tiefen Einschnitt für große Teile der Industrie in Deutschland und Europa. Gleichzeitig stehen die Industrieunternehmen vor einem tiefgreifenden Wandel hin zu mehr Digitalisierung und Klimaschutz. Neben der aktuellen Krisenbewältigung müssen wir daher die Segel auch auf Zukunft setzen und den Wandel gemeinsam gestalten. Es geht jetzt darum, die Weichen so zu stellen, dass wir diese Herausforderung angehen und unsere Wirtschaft, Industrie und Gesellschaft fit machen für die Zukunft. Wir brauchen hierzu ein starkes Europa und offene internationale Märkte und eine starke Welthandelsorganisation.“

Prof. Dieter Kempf, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI): “Natürlich sorgen wir uns gegenwärtig darum diese Krise zu bewältigen. Aber, es gibt auch eine echte Chance, stärker und resilienter aus der Krise hervorzugehen. Dafür müssen wir vom Krisen- in den Zukunftsmodus schalten. Der Industriestandort Deutschland, der über Jahrzehnte für Beschäftigung und Wohlstand gesorgt hat, steht schon seit Jahren unter Druck – durch die wachsende Konkurrenz aus dem Ausland und durch unerledigte Hausaufgaben. Wir müssen es schaffen, die Bedingungen fürs Wirtschaften zu verbessern, um unsere Unternehmen im internationalen Vergleich zu stärken und damit dauerhaft Wohlstand und Beschäftigung bei uns zu sichern. Viele der Herausforderungen werden wir als Europäer nur gemeinsam schaffen, insbesondere jene gegenüber China und den USA.“

Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metall: „Die Industrie steht vor einer doppelten Herausforderung: Es gilt, den durch die Pandemie ausgelösten konjunkturellen Einbruch zu überwinden und die Transformation sozial, ökologisch und demokratisch zu gestalten. Dazu müssen jetzt die Weichen richtig gestellt werden. Priorität muss die Sicherung industrieller Strukturen haben. Industrie ist die Basis für Wohlstand und bietet qualifizierte, gut bezahlte Arbeitsplätze. Eine aktivierende Industriepolitik bietet Chancen, Wertschöpfung in Deutschland und in Europa zu halten. Die gemeinsamen Empfehlungen der Partner im Bündnis für Industrie leisten dazu einen wichtigen Beitrag.“

Die Industriekonferenz wird in Kooperation mit dem Bündnis „Zukunft der Industrie“ veranstaltet. In ihm arbeiten 17 Partner aus Gewerkschaften, Industrie- und Arbeitgeberverbänden, des Deutschen Industrie und Handelskammertages sowie das BMWi seit dem Jahr 2015 zusammen, um gemeinsam Lösungen für die Industrie von Morgen zu finden.

Die gemeinsame Erklärung des Bündnisses „Zukunft der Industrie“ zur Stärkung des Industriestandortes Deutschland und Europa finden Sie hier (PDF, 828 KB).