Bundeswirtschaftsminister Altmaier zur Verleihung des diesjährigen Wirtschaftsnobelpreises an Paul R. Milgrom und Robert B. Wilson: „Ich gratuliere den Preisträgern des diesjährigen Wirtschaftsnobelpreises! Auktionen sind aus dem wirtschaftlichen Leben nicht mehr wegzudenken. An privaten Versteigerungen im Internet nehmen längst nicht nur Geschäftskunden, sondern auch viele private Verbraucherinnen und Verbraucher teil. Auch in der Politik nutzen wir Auktionen in Deutschland in ganz unterschiedlichen Bereichen, sei es beim Ausbau der erneuerbaren Energien oder bei der Vergabe von Mobilfunkfrequenzen. Die diesjährigen Preisträger haben Erkenntnisse dazu geliefert, wie Auktionen ausgestaltet werden sollten, um Ziele optimal und möglichst kostengünstig zu erreichen. Das sind für die gesamte Wirtschaftspolitik wichtige Erkenntnisse.“

Die diesjährigen Preisträger, die US-Amerikaner Paul Robert Milgrom und Robert Butler Wilson von der Universität Stanford in Kalifornien, forschen grundlegend im Bereich der Auktionstheorie. Hierbei analysieren sie, welche Auswirkungen unterschiedliche Auktionsregeln für Verkäufer und Käufer haben. Diese Erkenntnisse helfen, Auktionen je nach Zielsetzung optimal auszugestalten (sogenanntes „Auktionsdesign“). In der Wirtschaftspolitik werden Auktionen unter anderem beim Ausbau erneuerbarer Energien oder bei der Vergabe von Mobilfunkfrequenzen genutzt.

Der Wirtschaftsnobelpreis heißt offiziell „Preis der Reichsbank Schwedens für die ökonomische Wissenschaft zum Andenken an Alfred Nobel“.